Rems-Murr-Kreis Geschenke auf den letzten Drücker

Ein süßer Mops aus Winnenden Foto:  
Ein süßer Mops aus Winnenden Foto:  

Hoppla – schon wieder Weihnachten. Wer für seine Lieben an diesem Heiligabend noch die ein oder andere Überraschung sucht, findet bei unseren Last-Minute-Präsenten aus dem Landkreis sicher etwas Passendes.

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Rems-Murr-Kreis - Dieses Geschenk ist nur etwas für echte Hardcore-Backnang-Freunde: das Ratsherrengeschirr. Das dreiteilige, strahlend weiße Gedeck – Tasse, Untertasse und Teller – trägt das Stadtwappen und kostet 19,90 Euro. Zu erstehen ist es im sogenannten BK-Shop in der Stadtinformation, Am Rathaus 2. Der kommunale Laden ist an Heiligabend von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Im Angebot

Geschirr für Backnang-Patrioten Foto: Edgar Layher
sind übrigens ein paar weitere Artikel für Lokalpatrioten, etwa Taschen und Schirme mit dem Aufdruck „Backnang“. Auch Menschen, die einen Freund im Remstal ein bisschen ärgern wollen, könnten auf die Idee kommen, ihm so ein herrliches Ratsherrengedeck als Präsent zu überreichen – aber so etwas macht man ja nicht, jedenfalls nicht an Weihnachten.

„Punkte machen glücklich und funktionieren immer“, sagt Kathrin Bereket. In ihrer offenen Keramikmalwerkstatt „Zink und Zauber“ in Schorndorf-Haubersbronn zeigt die 40-Jährige Besuchern aber auch, wie man Herzen oder Sterne auf Teller und Tassen malt und stempelt – oder einen Elch in Siebdrucktechnik aufs Geschirr bannt. „Jeder ist sein eigener kleiner Designer und kriegt etwas hin“, versichert Bereket, die auf Umwegen zur Keramikmalerei gekommen ist und nie einen Kurs besucht, sondern sich ihr Wissen selbst

Keramik zum Selbermachen Foto: privat
erarbeitet hat. Das Schwierigste sei, sich für ein Modell unter den mehr als 100 vorhandenen Rohlingen und für ein Motiv zu entscheiden. Auf ihrer Internetseite www.zinkundzauber.de kann man in letzter Minute vor der Bescherung Gutscheinvorlagen ausdrucken und dem Beschenkten eine kreative Auszeit im neuen Jahr spendieren. Wer mag, legt gleich noch ein bisschen seiner eigenen Zeit dazu und verschenkt einen gemeinsamen Ausflug in die Keramikmalwerkstatt.

Der Wild Gin von Markus Escher ist nicht einfach nur eine Flasche mit hochprozentigem Inhalt, die den faden Beigeschmack von Notgeschenk in sich trägt. Mit diesem Getränk kann man den destillierten Remstal-Sommer auf den Gabentisch legen. Der Jung-Brenner Markus Escher sammelt für seinen Gin etwa 80 verschiedene Kräuter zwischen den Reben des Familienweinguts in Korb –

Gin vom Weingut Escher Foto: privat
alles, was irgendwie gut riecht. Wacholder ist dabei, aber auch Brennnessel, Goldhafer, Lavendel, Rosmarin oder Melisse. Die Kräuter werden von Hand gepflückt, sortiert, zerkleinert und schließlich in Alkohol eingelegt. Nach zwei Tagen wird die Mischung destilliert. Jedes Jahr schmeckt der Wild Gin deswegen ein bisschen anders. Der flüssige Trinkgenuss kostet 39 Euro und kann diesen Samstag noch zwischen 9 und 13 Uhr beim Weingut Escher, Seestraße 4, in Schwaikheim erworben werden.

Eine Kettensäge von Stihl auf dem Gabentisch wird bei vielen Männern gut ankommen. Doch was bekommt der Nachwuchs im noch nicht motorsägefähigen Alter? Auch dafür hat das Waiblinger Weltunternehmen etwas in Petto: Tim

Ein Biber von Stihl Foto: Stihl
Timber, den Plüschbiber, hat Stihl bei einem anderen Original entwickeln lassen. Die Firma Steiff hat das 22 Zentimeter große Kuscheltier nicht nur mit Knopf im Ohr und Logo auf der Brust versehen, sondern ihm auch sti(h)lechte Sägezähne verpasst. Zum Preis von 69,90 Euro ist er bei ausgewählten Fachhändlern erhältlich, heute noch bis 14 Uhr etwa bei der Baywa in Backnang.

Die Treue des Winnender Mopses zu seinem Herrn ist legendär. Erzählungen nach soll Karl Alexander, der spätere Herzog von Württemberg, als Feldmarschall in österreichischen Diensten die kaiserliche Armee während der Schlacht um Belgrad anno 1717 gegen die osmanischen Truppen geführt haben. Im Kriegsgetümmel jedoch wurde er von seinem Hund getrennt. Daraufhin lief das

Mopsschokolade aus Winnenden Foto: privat
treue Tier allein zurück nach Hause zum Schloss Winnental. Nach seinem Tod wurde dem Mops dort ein steinernes Denkmal gesetzt. Doch nicht nur am Schloss ist sein Konterfei heute zu finden. Es ziert auch die Mopspralinen von Ulli´s Confiserie, welche die hauseigene Kreation selbst herstellt. Rudelweise sind die süßen Möpse aus verschiedenen Schokoladensorten und mit unterschiedlichen Füllungen dort, Marktstraße 30 in Winnenden, auch heute noch von 8 bis 13.30 Uhr zu haben. Je nach Schachtelgröße kosten sie zwischen 6,45 und 24,95 Euro.

Ob Rosenblüte, Zitronenkräuter, Edelkastanienblüte, Schwarze Johannisbeere, Weinbergpfirsich oder Waldmeister – unter den zahlreichen Sirupsorten, die Karin Sigle herstellt, findet sich wohl für jeden Geschmack das Passende. Die Zutaten dafür sammelt die Gundelsbacherin selbst. Wer es hochprozentig mag,

Sirup aus Gundelsbach Foto: privat
wird in ihrer kleinen Destillerie in der Gundelsbacher Straße 2 in Weinstadt ebenfalls fündig bei Remstal Gin, Schwäbischem Whiskey, verschiedensten Likören und Edelbränden, unter denen sich auch ungewöhnliche Sorten finden wie „Monsieur Lapin“, ein Karottenschnaps. Von 10 bis 16 Uhr kann man bei Karin Sigle heute noch einkaufen – und wird zudem mit Quitten-Punsch und selbst gebackenem Stollen bewirtet.

Wer Kaffeeliebhaber beschenken will, der kann sich an die Kaffeerösterei Rudolf in Schorndorf wenden, deren Ladengeschäft in der Remsstraße 10 an Heiligabend bis 14 Uhr geöffnet ist. Besonders gut unter den Weihnachtsbaum passen kleine Kaffeesäckcken, die 500 Gramm Rudolf-Kaffee mit verschiedenen Bohnensorten enthalten. Wie der Firmenchef Gerhard Rudolf betont, sind die Säcke aus dem echten Jutestoff der Säcke der Lieferanten gemacht. Die kleine Hülle für ein Pfund Kaffee kostet 9,95 Euro, eine größere für vier Pfund 14,95 Euro. Die Bohnen kauft man ganz oder frisch gemahlen dazu, die günstigste Sorte liegt bei 9,50 Euro je Pfund.

Wer ein „sauscharfes“ Geschenk sucht, findet es bei Giesser. Die Messerfabrik aus Winnenden schmiedet Klingen, die nicht nur die Augen von Hausfrauen, Küchenchefs oder Hobbyköchen glänzen lassen. Sie helfen auch garantiert, die Weihnachtsgans ohne viel Kraftaufwand sauber zu tranchieren. Dazu muss man nicht einmal so tief in die Tasche greifen. Geschmiedete Kochmesser von Giesser gibt es schon zum Preis von rund 25 Euro. Wo? In jedem gut sortierten Haushaltswarenladen.

„Oms nomggugga“ hat in letzter Minute vor Weihnachten noch ein nettes, kleines Geschenkle, wer den Kalender gleichen Namens beschafft – zum Beispiel in einer Buchhandlung wie Osiander im Waiblinger Marktdreieck (offen heute bis 13 Uhr). Zwölf Monate mit schwäbischen Sprüchen bietet das großformatige Werk mit schwäbisch-hinterfotzigen Zeichnungen der passenden Charaktere von der

Ein Kalender aus Weinstadt Foto: privat
Weinstädterin Gisela Pfohl. „A raus Brittle braucht en starka Leim“, heißt es dazu etwa im September. Und wer den Hintersinn zu dem etwas räs wirkenden schwäbischen Paar nicht so ganz erfasst, für den gibt es im Anschluss an das Dezember -Kalenderblatt noch die erklärende Übersetzung vom Schwäbischen ins Hochdeutsche. In unserem Septemberfall gibt es Erklärungen zu dem ungehobelten Partner, bei dem es viel Geduld braucht, dass die Verbindung hält. „2017, oms nomgugga“ ist im Waiblinger Verlag Iris Förster erschienen und für 15 Euro im hiesigen Buchhandel zu haben.




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