Rems-Murr-Kreis Landtagswahl 2026: Diese 27 Namen stehen jetzt fest
Die Landtagswahl im Rems-Murr-Kreis geht in die heiße Phase. Der Wahlausschuss hat alle Bewerber zugelassen. Ein Überblick über Kandidierende und Neuerungen.
Die Landtagswahl im Rems-Murr-Kreis geht in die heiße Phase. Der Wahlausschuss hat alle Bewerber zugelassen. Ein Überblick über Kandidierende und Neuerungen.
Der Kreiswahlausschuss hat entschieden, und zwar einstimmig: Alle eingereichten Wahlvorschläge für die Landtagswahl am 8. März sind gültig. Wie das Landratsamt mitteilt, werden damit insgesamt 27 Direktkandidierende in den drei Wahlkreisen Waiblingen, Schorndorf und Backnang auf dem Stimmzettel stehen. Das ist nicht nur demokratische Routine, es ist ein klares Signal: Die Wahl steht, das Rennen ist eröffnet.
Neu ist in diesem Jahr nicht nur die Liste der Parteien, sondern vor allem das Wahlrecht selbst. Erstmals dürfen junge Menschen ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben – und das sogar doppelt: Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes gibt es eine Erst- und eine Zweitstimme. Landrat Richard Sigel appelliert daher deutlich: „Nutzen Sie Ihr Stimmrecht. Vor allem alle Erstwählerinnen und Erstwähler möchte ich dazu ermutigen: Macht mit, bringt euch ein und stimmt mit ab.“
Der Rems-Murr-Kreis ist dabei in drei Wahlkreise unterteilt – mit jeweils eigener Besetzung. Hier alle Kandidatinnen und Kandidaten im Überblick:
(Städte: Waiblingen, Fellbach, Winnenden, Gemeinden Korb, Leutenbach, Schwaikheim)
(Städte Schorndorf und Weinstadt, Gemeinden Kernen, Plüderhausen, Remshalden, Rudersberg, Urbach und Winterbach)
(Städte Backnang, Murrhardt, Welzheim, Gemeinden Alfdorf, Allmersbach im Tal, Althütte, Aspach, Auenwald, Berglen, Burgstetten, Großerlach, Kaisersbach, Kirchberg an der Murr, Oppenweiler, Spiegelberg, Sulzbach an der Murr, Weissach im Tal)
Bis zum 19. Januar läuft die Einspruchsfrist gegen die Zulassung der Wahlvorschläge. Danach geht es schnell: Die Stimmzettel werden gedruckt, die Wahlbenachrichtigungen versandt. Spätestens dann beginnt für viele Parteien der Straßenwahlkampf und für die Wählenden die Auseinandersetzung mit der Frage: Wer soll in Stuttgart künftig mitbestimmen?
Der Rems-Murr-Kreis zeigt sich derweil gut vorbereitet. „Das Landratsamt kümmert sich gemeinsam mit den Städten und Gemeinden um den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahl“, heißt es aus der Pressestelle in Waiblingen. Ein bürokratisches Uhrwerk, das zuverlässig tickt, damit Demokratie funktioniert.
Während anderswo über Politikverdrossenheit geklagt wird, bietet sich im Rems-Murr-Kreis ein Gegenbild. 27 Menschen wollen Verantwortung übernehmen. Sie stehen mit Namen, Gesicht und Haltung auf dem Stimmzettel. Wählen heißt hier nicht nur: eine Partei ankreuzen – sondern: konkrete Menschen mit konkreten Ideen.
Ob grün, konservativ, sozial oder liberal: Der 8. März ist ein Tag der Entscheidung. Und vielleicht auch der Aufbruch – für eine junge Generation, die zum ersten Mal gefragt wird: Was wollt ihr eigentlich?