Remshalden will schneller klimaneutral werden als das Land – jetzt stimmte der Gemeinderat dafür, das Ziel schon für 2035 ins Auge zu fassen. Was bedeutet das?

 
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Remshalden - Die Bürgerinitiative „Zusammen Zukunft gestalten“ hatte nach dem Vorbild ähnlicher Initiativen in Schorndorf und Waiblingen schon vor Weihnachten einen entsprechenden Antrag gestellt. Am Montagabend stimmte der Gemeinderat nun über den Antrag ab. Er wurde mit klarer Mehrheit befürwortet.

Es gab Lob für die Arbeit der Bürgerinitiative

Nur zwei Räte enthielten sich der Stimme, alle anderen stimmten dafür, dass die Verwaltung jetzt einen Klimaaktionsplan erstellt, in dem der Weg zu diesem Ziel im Detail ausgearbeitet wird. Lob für die Arbeit der Initiative gab es sowohl von der FDP/Freie Wähler als auch von der Alternativen Liste und der Bürgerlichen Wählervereinigung.

Remshalden hat im vergangenen Sommer bereits beschlossen, eine interkommunale Klimaagentur mit den Nachbarn Kernen und Winterbach zu gründen, mit 2,5 Stellen für neue Klimamanager. Das ist aus Sicht der Bürgerinitiative noch nicht genug. Auch der Gemeinderat Uli Hasert von der Bürgerlichen Wählervereinigung (BWV) sprach sich gestern dafür aus, mit der Arbeit an dem Klimaaktionsplan nicht erst zu beginnen, wenn diese Klimamanager ihre Arbeit aufnehmen. Um das Ziel zu erreichen, müsse man sofort loslegen. „Wir brauchen schnell konkrete Maßnahmen“, sagte auch Bernd Günter Barwitzki, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP und Freien Wähler. Die Stellschrauben sieht er vor allem in den drei Bereichen Strom, Wärme und Mobilität.

Der Bürgermeister glaubt, dass die Entscheidung auch Geld sparen hilft

Remshalden müsse jetzt als erstes klären, wie groß die Emissionen von Verwaltung und Privathaushalten sind. Teo Albert von der Bürgerinitiative empfahl ein Gutachten der Energie-Agentur des Rems-Murr-Kreises. Die Kosten schätzte er auf etwa 8000 Euro. Mit Fördermitteln reduzieren sich die Kosten auf ein Viertel. Für eine Priorisierung sprachen sich auch Ursula Zeeb von der Alternativen Liste und Uli Hasert (BWV) aus.

Bürgermeister Reinhard Molt war sichtlich erfreut über das klare Abstimmungsergebnis. Dieser Weg zur Klimaneutralität sei nicht kostspielig, sondern geradezu notwendig. „Ich bin überzeugt, dass Remshalden durch Klima-Resilienz viel Geld sparen kann“, sagte Molt.