Renningen Die Minispielfelder müssen noch warten

Von red 

Der Sportpark bekommt seinen Kunstrasenplatz. Für alles andere bedarf es aber noch eines Gesamtkonzepts.

  Foto: Pressefoto Baumann
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Renningen - Der neue Kunstrasenplatz Hirschländer am Rankbachstadion in Renningen ist beschlossene Sache. Der Gemeinderat hat das Vorhaben bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig abgenickt. Die Überlegung, nebenan zusätzlich noch Minispielfelder und einen Streetballplatz anzulegen, wurde jedoch erst einmal zurückgestellt. Zuerst soll ein Gesamtkonzept für die Fläche zwischen Stadion und Dirtpark her.

Zu dem Großprojekt Rasenplätze gehört außerdem die Sanierung des Fußballfeldes auf dem Sparnsberg in Malmsheim. In diesem Punkt hatte die Verwaltung eine gute Nachricht zu verkünden. Ursprünglich war eine Summe von 316 000 Euro für die Sanierungskosten genannt worden. Nach der Ausschreibung stellte sich jedoch heraus, dass das Projekt die Stadt wohl deutlich billiger kommen wird. Das günstigste Angebot für die reinen Baukosten beläuft sich demnach auf knapp 200 000 Euro. „Abzüglich der Kosten für die Planung kommen wir am Ende vermutlich 80 000 Euro günstiger weg“, erklärte Stefan Feigl, Leiter des Fachbereichs Bürger und Recht im Rathaus.

Projekt soll dieses Jahr fertig werden

Das hehre Ziel, die Arbeiten neben dem Renninger Stadion sogar noch innerhalb dieses Jahres abschließen zu können, verfolgt die Verwaltung weiterhin. Und das, obwohl auf dem Weg dorthin nun eine weitere Hürde aufgetaucht ist: „Der Rasenplatz steht in direktem Zusammenhang mit dem Hochwasserkonzept“, erklärte der Bürgermeister Wolfgang Faißt. Dieses beinhaltet unter anderem eine Stahlbetonmauer den Dirtpark entlang sowie einen 315 Meter langen Damm südlich des Stadions und des Fußballfeldes entlang des Uferwegs. Das Ingenieurbüro Wald + Corbe, das mit der Erstellung des neuen Hochwasserschutzkonzepts beauftragt wurde (siehe auch Seite V), ist deshalb dazu angehalten, die Planungen zügig abzuschließen. „Dann sollten wir dieses Jahr tatsächlich noch fertig werden können“, sagte Feigl.

Kein Zuschuss vom Land

Im Haushalt stehen für das Projekt nun knapp 1,3 Millionen Euro bereit, der erhöhte Ansatz für die Sanierung ist darin noch enthalten. Das Geld kann die Stadt aus dem laufenden Haushalt aufbringen, eine Kreditaufnahme ist nicht nötig, erklärte Feigl auf Nachfrage unserer Zeitung. Auf einen Zuschuss vom Land muss die Stadt allerdings verzichten, die Verwaltung hat das inzwischen geprüft, sagte Feigl. „Zum einen sind die Termine zu kurzfristig, wir könnten nicht einmal mehr rechtzeitig einen Antrag stellen.“ Zum anderen hat sich die Stadt erst vergangenes Jahr die Sanierung des Kunstrasenplatzes am Gymnasium fördern lassen, wodurch das Projekt wohl ohnehin ausscheidet. „Zwei derart ähnliche Vorhaben so dicht hintereinander – das bekämen wir nicht durch.“

Der Verzicht auf die Minispielfelder und den Streetballplatz für rund 270 000 Euro geschah allerdings nicht aus Kostengründen. „Für die Fläche zwischen Fußballplatz und Dirtpark brauchen wir einfach ein Gesamtkonzept“, so Feigl. Schließlich könnten dort noch andere Sportstätten entstehen. Überlegungen hinsichtlich eines Vereinsheims oder einer Bouleanlage stehen bereits im Raum, auch andere Ideen seien denkbar. Dem sollte man nicht vorgreifen, so Feigl. „Nicht, dass wir die Fläche jetzt zubauen und später merken, dass wir die Minifelder doch lieber 20 Meter weiter links oder rechts platziert hätten.“