Renningen Gefeiert wird mindestens zwölf Stunden

Von Regine Brinkmann 

Peter Landsberg wird am Sonntag 75 Jahre alt. Aus Liebe zu einer Schwäbin ist er in die Region gekommen – und geblieben. Wir gratulieren!

Peter Landsberg wird am Sonntag 75 Jahre alt. Foto: pr
Peter Landsberg wird am Sonntag 75 Jahre alt. Foto: pr

Renningen - Eine rheinländische Frohnatur feiert Geburtstag: Peter Landsberg wird morgen 75 Jahre alt und freut sich auf das Fest, das wohl schon morgens beginnen wird: „Von 11 bis 11“, lacht er. Das Haus wird voll, denn Geburtstage werden ganz selbstverständlich mit den Freunden gefeiert. Mit dabei sind auch alte Schulfreunde aus dem Rheinland. Diese Kontakte konnte sich der Wahl-Renninger trotz seines anstrengenden Berufslebens und prall gefülltem Terminkalender bewahren: „Ich war in meiner Zeit als Manager bei Alcatel-SEL sehr viel im In- und Ausland unterwegs. Manchmal habe ich dann zwischen zwei Terminen einen kurzen Stopp in Düsseldorf eingelegt und meine Kegelfreunde überrascht“, erinnert er sich schmunzelnd.

Nach Stuttgart kam er 1968 aus beruflichen Gründen. „Ich dachte, bleibst du halt mal mal Jahre hier“, erzählt er, „und jetzt sind 45 draus geworden!“ Nicht zuletzt deshalb, weil er in Stuttgart seine Frau kennengelernt hat. „Eine Urschwäbin namens Scheuerle, die noch dazu für mich übersetzen konnte“, meint er mit einem Augenzwinkern.

Seine Karriere begann Peter Landsberg als echter Rheinländer bei Krupp. Dort machte er eine Ausbildung zum technischen Zeichner, bevor er Maschinenbau studierte und zur Standard Elektronik Lorenz AG, kurz SEL, kam. Hier erwarb er sich schnell den Ruf eines „Machers“, stieg zu einem der Top-Manager auf, war lange Jahre im Aufsichtsrat und wurde Mitte der 90er-Jahre zum Vorstandssprecher ernannt. Bleibt da noch Zeit, etwas für die Gesundheit zu tun? „Mein Stuttgarter Büro war im 13. Stock. Wenn’s keiner gesehen hat, bin ich morgens im Dauerlauf die Treppen hochgerannt“, erzählt er lachend. Auch für das Joggen hat er immer Zeit gefunden: „Stress in positive Energie umwandeln“, war dabei sein Credo. Die konsequente Haltung hat ihm jetzt nach einem Skiunfall mit verletzter Schulter geholfen, wieder fit zu werden. Einmal die Woche im Kraftraum, täglich gezielte Übungen: „Schließlich will ich ihm Frühjahr wieder Skifahren gehen!“

Im Laufe seines Arbeitslebens hat Peter Landsberg sehr viel bewegt. Und auch im Ruhestand hat er sein Wissen, seine Energie und seine Erfahrung für viele Projekte genutzt: Er war Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender der „BW Connected e.V.“, einer Wirtschaftsinitiative zur Förderung des Innovations- und Hightech-Standortes Baden-Württemberg. Dazu war er zehn Jahre lang Mitglied des Böblinger Kreistages und maßgeblich an der Fusion der Volksbanken in der Region beteiligt.

Doch den Ehrenamtspreis des Landkreises Böblingen haben ihm sein großes Engagement und sein hoher persönlicher Einsatz für die Renninger Beschäftigungs-gesellschaft, (RBG) eingetragen. Für die RBG hat er 15 Jahre lang ehrenamtlich und sehr erfolgreich die Geschäftsführung übernommen, bis die Gesellschaft aufgrund neuer politischer Vorgaben geschlossen wurde.

Jetzt hat Peter Landsberg alle offiziellen Ämter niedergelegt und freut sich sehr darauf, mehr Zeit mit den zwei Enkelkindern zu verbringen. „Einmal die Woche ist fester Enkeltag“, erzählt er und strahlt dabei. Und auch, wenn er von seiner BMW C 1200 mit Überrollbügel erzählt, leuchten seine Augen – mit der düst er das ganze Jahr über durch die Gegend. Nur nicht am Geburtstag, denn da spielen gemeinsam mit ihm die Gäste die erste Geige.




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