Renningen In Malmsheim hat Metzulat die Nase vorn

Von Kathrin Klette 

Das endgültige Ergebnis erlaubt einen Blick auf die einzelnen Wahlbezirke. Bis auf zwei liegt der im Amt bestätigte Bürgermeister Wolfgang Faißt überall vorne.

So haben die Menschen in den  einzelnen Wahlbezirken abgestimmt. Foto: LKZ
So haben die Menschen in den einzelnen Wahlbezirken abgestimmt. Foto: LKZ

Renningen - Das Stimmenergebnis für die Bürgermeisterwahl ist amtlich. Die Zahlen sind weitgehend identisch mit dem vorläufigen Ergebnis. Wolfgang Faißt (Freie Wähler) hat 3592 Stimmen bekommen, für den Zweitplatzierten Dennis Metzulat waren es 3275 – eine mehr, als am Abend nach der Wahl verkündet. Auffällig beim Blick auf die einzelnen Wahlbezirke: im Stadtteil Malmsheim liegt der 35-jährige Metzulat sogar ganz knapp vor dem Amtsinhaber – und zwar mit 1154 (49,57 Prozent) zu 1129 Stimmen (48,50 Prozent).

Große Ausreißer in den Wahlbezirken gibt es aber kaum. Fast überall liegt Wolfgang Faißt, entsprechend dem Endergebnis, einige Prozentpunkte vor seinem direkten Kontrahenten. Am weitesten klafft die Lücke im Wahlbezirk 1 rund ums Rathaus, wo Faißt 53,5 Prozent der Stimmen erhielt, Metzulat „nur“ 43. In den Bezirken 7 und 8 jedoch, beide in Malms­heim rund um Metzulats eigenen Wohnort, liegt dieser klar vorne, sodass er am Ende in dem kompletten Stadtteil knapp die Nase vorn hat. Von Enttäuschung bei dem jungen Kandidaten trotzdem keine Spur: „Wenn ich Bürgermeister geworden wäre, das wäre natürlich das Tüpfelchen auf dem i gewesen“, resümiert er. „Aber ich wusste: Alles, was ich über 40 Prozent bekomme, ist eine Sensation.“ Gerechnet hatte er mit wenigstens 30. Dass es am Ende fast 50 geworden sind, „das bestätigt mich in meinem Tun“, freut er sich. Er hoffe nun, dass Wolfgang Faißt „die richtigen Schlüsse daraus zieht“ und „das, was ich angeschoben habe, in die Politik übernommen wird“.

Bis auf die eine Stimme mehr bei Dennis Metzulat gibt es weitere Unterschiede zwischen vorläufigem und endgültigem Ergebnis allein bei der Anzahl der ungültigen Stimmen gegenüber den sonstigen – also denjenigen, die Wähler für einen selbst eingetragenen sechsten Kandidaten abgegeben haben. Solche Vorschläge sind nur gültig, wenn es sich dabei tatsächlich um eine wählbare Person handelt. Letztlich haben 24 Bürger ein solches Kreuzchen vergeben, 66 gaben einen ungültigen Wahlschein ab.

Bei den übrigen Kandidaten bleibt es bei 0,9 Prozent (62 Stimmen) für Helmut Epp­le, 0,7 (48) für Alfred Wilhelm (Nein-Idee) und 0,5 (35) für Ulrich Raisch. Das jeweils beste Ergebnis erzielte Epple im Bezirk 1/Rathaus (1,1 Prozent), Wilhelm im Bereich Kindergarten Schnallenäcker (1,3) und Raisch im Wahlbezirk Kindergarten Voräckerstraße (1,1).