Reparatur im Haushalt Erst spät geht ihm ein Licht auf

Kaum Platz: Es wird nicht ganz einfach, diese Steckdose zu öffnen. Foto: KNITZ/Decksmann

Wir alle haben davon mal gehört: Ein Gerät tut nicht, der Elektriker kommt und stellt fest, dass der Stecker nicht steckt. Es geht noch besser.

Wenn es stimmt, dass der Mensch aus Niederlagen lernt und daran wächst, dann müsste KNITZ nun ein weiser Mann von mindestens fünf Metern sein.

 

Eine Bemerkung vorab: KNITZ wird die Geschichte so einfach wie möglich erzählen. Aber um ein paar technische Details kommt er nicht herum. Sonst kommt der Witz nicht rüber. Wobei: Witz?

Alles klar: Die Röhre ist im Eimer

Es fängt alles damit an, dass eine unter einem Hängeschrank angebrachte Lampe nicht mehr geht. Die Sache scheint klar: Die Röhre ist im Eimer. KNITZ ist bewusst, dass das Besorgen von Leuchtmitteln keine einfache Sache wird. Manche Energiesparleuchten funktionieren bei alten Lampen nicht. Im dritten Laden wird er fündig. Doch auch mit der neuen Röhre tut sich nichts.

Womöglich liegt’s an der Steckdose. Diese befindet sich, das ist wichtig, hinter dem Hängeschrank und ist nur durch ein kleines Loch zu erreichen. KNITZ nimmt ein Verlängerungskabel, verbindet das Kabel der Lampe mit einer anderen Steckdose – und siehe da, es wird Licht.

Das Messgerät sagt: Die Steckdose ist tot

KNITZ bittet einen Freund um Hilfe. Der ist Ingenieur, also im Vergleich zu ihm vom Fach. Der Freund bringt ein Messgerät mit und stellt fest, dass die Steckdose tot ist. Könnte sein, meint der Freund, dass sich ein Kabel gelöst hat oder durchgeschmort ist. Um das festzustellen, muss allerdings die Steckdose aufgeschraubt werden. Doch das geht nur, wenn der Hängeschrank wegkommt. Dazu müssen zwei Schrauben an der Rückwand gelöst und der Schrank leicht angehoben werden. Um dies bewerkstelligen zu können, muss aber erst eine Blende oberhalb des Hängeschranks entfernt werden.

KNITZ kommt sein Altwagen in den Sinn, bei dem mal der Wärmetauscher den Geist aufgab. Um den zu erneuern, musste das komplette Armaturenbrett samt Lenkrad ausgebaut werden. Wärmetauscher: 35 Euro. Arbeitskosten: 600 Euro.

Schrauben müssen gelöst und der Kühlschrank muss ausgebaut werden

KNITZ überspringt jetzt einige Arbeitsschritte, auch weil seine Kolumne einer gewissen räumlichen Beschränktheit unterliegt. Um die Blende zu entfernen, müssen Schrauben gelöst und der Kühlschrank ausgebaut werden. Da dies immer noch nicht reicht, kommt KNITZ auf die Idee, die teils gelöste Blende vorsichtig auf die Seite zu biegen – wobei diese bricht.

Immerhin, der Hängeschrank kann entfernt, die Steckdose aufgeschraubt werden. Alle Drähte sind am Platz, nichts ist durchgebrannt. Fehlanzeige. Womöglich, meint der Freund, wird das Kabel über eine benachbarte Steckdose rechts unterhalb des Hängeschranks geleitet, und da hat sich was gelöst. Aufgeschraubt und für gut befunden.

Die Lösung steckt hinter der Mikrowelle

Und was ist mit der Mikrowelle links unterhalb vom Hängeschrank? Dahinter müsste doch auch eine Steckdose sein. Dem ist so, doch nicht nur das, neben der Steckdose ist auch ein Lichtschalter, mit dem man die Unterbaulampe zusätzlich ein- und ausschalten kann. Irgendjemand muss versehentlich . . . aber lassen wir das.

KNITZ weiß nicht, ob sich Ihnen die Komik der Situation erschlossen hat. Falls nicht, nehmen Sie die Kolumne als Tipp, falls mal ein Licht nicht mehr geht. PS: Inzwischen schaut die Küche wieder aus, als wäre nichts gewesen.

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