Restaurant-Test – Feinkost ab Rampe in Stuttgart Delikatessen zum Imbiss

Dominik Dangelser kocht im Feinkost ab Rampe. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Dominik Dangelser kocht im Feinkost ab Rampe. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

In der Degerlocher Epplestraße hat das Feinkost ab Rampe neu aufgemacht. Als Mittagstisch gibt es zwei, drei Gerichte zur Auswahl.

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Stuttgart - Von allem das Beste – das klingt nach Feinschmeckertempel und nicht nach Imbiss. Und doch liest sich die Karte zum Mittagstisch an einem x-beliebigen Tag so: Rotbarsch im Kokos-Zitronen-Curry-Süppchen – Jakobsmuscheln mit Polpo und Kalbsbries à la crème – Pot au Feu vom Rind mit Meerrettich und Gemüse. Samstags sind regelmäßig Austern und Crevetten sowie eine Bouillabaisse im Angebot.

Derartige Leckereien bereitet seit Kurzem Dominik Dangelser in der Haupteinkaufsstraße in Degerloch zu: Dort hat Vater André Dangelser, ein gebürtiger Elsäs­ser, das Feinkost ab Rampe eröffnet. Nach der Filiale in Vaihingen ist es sein zweites Feinkostgeschäft dieser Art. Das Konzept – Direktverkauf und Mittagstisch – funktioniert offenbar . Dangelser hat sich auf die Fahnen geschrieben, dass nur die beste Qualität seine Frischetheken verlässt. Edelfische und Austern bezieht er aus der Bretagne. Dreimal die Woche werden die Meerestiere vom Pariser Großmarkt in Rungis angeliefert. Sogar fünfmal die Woche kommt Frischfisch aus der Nordsee nach Degerloch. Das Kalbfleisch stammt aus Deutschland, Rindfleisch aus Irland und den USA. Rechtzeitig zur Grillzeit wird der Spezialschrank mit Dry-aged- Steaks bestückt werden. Das Geflügel trägt das Label Rouge, ein Gütesiegel für traditionelle und naturnahe Tierhaltung. Eine appetitliche Mischung vornehmlich französischer Spezialitäten liegt in der Käsetheke. Dazu gibt’s ab Rampe Pasta und Risotto, Wein und Champagner: „Was ich selbst trinke“, sagt Dangelser.

Noch kein Wein im Ausschank

Der Anblick weckt den Appetit: Zum Glück kann man hier gleich probieren. Meist stehen zwei Gerichte zur Wahl – eines mit Fisch, eines mit Fleisch. Freitags gibt es drei Gerichte. Bestellt wird an der Theke, dann nimmt man am großen rustikalen Tisch für acht Personen teil oder richtet sich an einem der drei Stehtische ein. Kochbücher im Regal überbrücken die kurze Wartezeit. Dann stehen die Teller vor uns. Auf einem liegt ein großes Stück Filet vom Skrei (Winterkabeljau) mit Meerrettich-Senf und Chorizo-Reis (9,90 Euro). Der Fisch ist butterzart und harmoniert perfekt mit der Würze der Würstchen im Reis und der Soße. Auch der St. Pierre mit beurre-blanc und Trüffel-Risotto (15,90 Euro) schmeckt ausgezeichnet. Allerdings ist die hausgemachte Trüffelbutter weder zu schmecken noch zu schnuppern. Und die Hälfte der Fischtranche ist nicht der teure St. Pierre, sondern ein Stück Lachs. Auf Nachfrage sagt der Koch, das Gericht sei eine Elsässer Spezialität. Wer dazu gerne ein Gläschen Wein trinken würde, wird vorerst enttäuscht. André Dangelser hofft auf eine Sondergenehmigung. Voraussetzung wäre aber eine Kundentoilette, die es dort nicht gibt.

Die Bewertung:

Küche: 4 von 5 Sternen

Service: 3 Sterne

Ambiente: 4 Sterne

Ein Restaurant-Test gibt Aufschluss über die Tagesform der Küche. Die Tests berücksichtigen auch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das günstige Lokal um die Ecke wird nach anderen Kriterien bewertet als ein Sternerestaurant.

Feinkost ab Rampe
S-Degerloch, Epplestr. 32, Tel. 07 11 / 80 66 80 33, , Imbiss: Di bis Sa 11.30 bis 14.30 Uhr




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