Die Schorndorfer Polizei hat Hinweise, dass das Feuer von einem 30-jährigen Bewohner vorsätzlich gelegt wurde. Es gab keine Verletzten. Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar.

Die Polizei hat am frühen Donnerstagmorgen einen 30-Jährigen vorläufig festgenommen, der in Verdacht steht, als Bewohner eine Flüchtlingsunterkunft in Schorndorf in Brand gesteckt zu haben. Als die ersten Polizeibeamten kurz nach Mitternacht eintrafen, stand das Gebäude bereits in Flammen. Die örtliche Feuerwehr war mit 31 Mann und sieben Fahrzeugen am Löscheinsatz beteiligt. Die Rettungsdienste waren vorsorglich mit vier Einsatzfahrzeugen vor Ort, wobei sich zeigte, dass letztlich keine Personen zu Schaden gekommen waren. Das Feuer war gegen 1.30 Uhr unter Kontrolle. Nach bisherigen Informationen stellten die Polizeibeamten fest, dass sich der Brandherd im Dachgeschoss befand.

200 000 Euro Schaden nach ersten Schätzungen

Wegen der starken Brandzehrung sowie durch den Löscheinsatz ist das Gebäude nicht mehr bewohnbar. Nach ersten Schätzungen liegt der Schaden bei 200 000 Euro. Wie das zuständige Polizeipräsidium Aalen mitteilt, liegen Hinweise vor, dass das Feuer vorsätzlich von einem Bewohner des Hauses gelegt worden sein könnte. Die Untersuchungen dauern an. Der 30-jährige Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen.

Das Gebäude in der Unteren Uferstraße 25 wurde bis zum Brand von sechs Personen bewohnt, teilt Joern Rieg, Fachbereichsleiter Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung, auf Nachfrage mit. Die Morgenstunden nach dem Brand verbrachten vier Personen zunächst beim Deutschen Roten Kreuz, sie sind mittlerweile im Innenstadtbereich untergebracht. Eine Person befindet sich aktuell noch im Urlaub und wird ebenfalls in der Nähe des Stadtzentrums untergebracht. „Eine weitere Person wurde von der Polizei vorläufig festgenommen“, bestätigt die Stadt die Erkenntnisse der Fahnder. Vergleichbare Vorfälle mit dem Brand einer Flüchtlingsunterkunft habe es in Schorndorf bisher nicht gegeben, so die Auskunft.