RFV Fellbach: Reitturnier Einblicke mit „Vielfalt Pferd“

Felicitas Schmidt und ihr Pferd „Choicy“ sind ein gutes Team. Foto: Eva Herschmann

Das 46. Turnier des RFV Fellbach bietet am kommende Wochenende auf der Anlage am Hinteren Bühl mehr als nur sportliche Prüfungen für die interessierten Zuschauer.

Zehn Prüfungen – vom Führzügelwettbewerb bis zur M-Dressur – werden beim 46. Turnier des Reit- und Fahrvereins Fellbach am kommenden Wochenende geritten. Die Veranstaltung, für die es bereits mehr als 160 Meldungen gibt, bietet aber noch mehr als nur Pferdesport. Zum Auftakt des Traditionsturniers können sich die Besucher am Samstagvormittag ein Bild davon machen, was das Besondere an der Beziehung zwischen Ross und Reiter ist.

 

Hindernisparcours ohne Sattel und Zaumzeug

Das Motto zum Auftakt lautet „Vielfalt Pferd“. Es sei, sagt Peter Oppenländer, der Vorsitzende des RFV Fellbach, wie ein kleiner Tag der offenen Tür. Sinn und Zweck sei es, das zum Teil kritische Bild vom Pferdesport in der Öffentlichkeit zurechtzurücken. Mit Mitmachaktionen wie Hobby-Horsing und Reiten für Kinder sowie Schaunummern wollen die Fellbacher zeigen, welche enge Verbindung zwischen Mensch und Pferd besteht. So werden Nina Oppenländer und ihr Pferd „May“ einen Hindernisparcours ohne Sattel und Zaumzeug, nur mit einem Halsring überwinden. Das gehe nur über Vertrauen, erklärt der Vorsitzende. „Bis so eine Schaunummer möglich ist, bedarf es viel Zeit und Geduld mit Pferden und Menschen, erst dann erschließt sich dem Tier und dem Mensch die Welt des jeweils anderen.“ Der Reit- und Fahrverein Fellbach mit seinen rund 220 Mitgliedern sei kein Hochleistungsstall, aber besitze einen guten Ruf, was die Pferdehaltung anbetrifft, betont Peter Oppenländer. „Wer nur erfolgreich auf Turnieren reiten will, für den sind wir nicht der richtige Verein. Unsere Pferde sind keine Sportgeräte, sondern Partner, und uns liegt viel an ihrem Wohlergehen.“

Felicitas Schmidt und ihr Pferd wollen eine gute Runde reiten

Für Felicitas Schmidt steht das Wohlbefinden ihres 14-jährigen Westfalen „First Choice“, genannt „Choicy“, ebenfalls an erster Stelle. „Wir reiten ab und an auch nur mit einem Halsring, dafür braucht es eine gute Kommunikation. Bei uns klappt das wunderbar, er hört gut und es macht ihm viel Spaß“, sagt die 18-Jährige. Springen hingegen möge der Wallach gar nicht. Deshalb starten die beiden nicht nur beim eigenen Turnier am Wochenende, sondern prinzipiell nie im Hindernisparcours, sondern nur im Dressurviereck. In Fellbach gehen die beiden aber zum ersten Mal in einer A-Dressur an den Start. „Zwei goldene Schleifen in E-Dressuren haben wir bei Turnieren schon geholt“, sagt Felicitas Schmidt, die seit rund zweieinhalb Jahren in Fellbach reitet. Doch Turniere und Schleifen sind für sie zweitrangig. „Ich verbringe einfach gerne Zeit mit meinem Pferd, beim Ausritt im Gelände oder bei einem gemeinsamen Spaziergang.“ Entspannt gehen sie und „Choicy“ auch in die erste gemeinsame A-Dressur am Sonntag. „Wir wollen einfach eine gute Runde miteinander reiten, ganz ohne Stress.“

Das 46. Reitturnier auf der Anlage am Hinteren Bühl 9 startet am Samstag um 10 Uhr mit „Vielfalt Pferd“. Die Prüfungen beginnen ab 13.30 Uhr, am Sonntag ab 8 Uhr.

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