Rheintalbahn Baden-Baden kritisiert Informationspolitik der Bahn

Von red/lsw 

Baden-Badens Erster Bürgermeister ist aufgrund der mangelnden Informationen zur Rheintalbahn unzufrieden. Auch Rastatts Bürgermeister fordert eine Informationsveranstaltung für die betroffenen Anwohner.

An den hellen Betonflächen haben sich die Schienen der Rheintalbahnstrecke abgesenkt. Foto: dpa
An den hellen Betonflächen haben sich die Schienen der Rheintalbahnstrecke abgesenkt. Foto: dpa

Baden-Baden/Rastatt - Baden-Badens Erster Bürgermeister Alexander Uhlig hat die Deutsche Bahn wegen mangelnder Informationen nach der Sperrung der Rheintalstrecke scharf kritisiert. „Ich habe bis gestern Nachmittag meine Informationen der Zeitung entnommen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. „Sonst gab es keine Informationen.“ Kritik kam auch aus Rastatt. Bürgermeister Wolfgang Hartweg forderte lückenlose Informationen und eine Informationsveranstaltung für Anwohner und Betroffene, die ihre Häuser verlassen mussten.

Lesen Sie hier: Fragen und Antworten zur Tunnelbaustelle.

Nach einem Erdrutsch an einer Tunnelbaustelle am vergangenen Samstag in Rastatt war die europäische Nord-Süd-Hauptstrecke zwischen Rastatt und Baden-Baden gesperrt worden. Er habe Verständnis dafür, dass die Bahn nach der plötzlichen Havarie eine Zeit brauchte, sagte Uhlig. Aber wenigstens Ansprechpartner hätten zur Verfügung stehen müssen.

Die Stadt Baden-Baden habe am Wochenende einen Krisenstab eingerichtet, der auch keinerlei Auskünfte erhalten habe. „Alles Fehlanzeige.“ Da müsse man schon die Frage stellen, ob die Bahn für solche Krisen wirklich gewappnet sei. „Nach den Erfahrungen der vergangenen Tage muss man schlicht und einfach sagen: Nein.“ In diesem Falle sei der Ruf nach Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) allzu berechtigt, sagte Uhlig. Die Bahn habe in einem Telefonat am Donnerstag angekündigt, Anfang nächster Woche bei einer Pressekonferenz einen Zeitplan für die Reparatur der Bahnstrecke vorzulegen.

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