Riani-Kleid in Schorndorf präsentiert Schwäbische Waldfee im neuen Outfit

Sara Zaiss schlüpft am 1. Mai  in die Rolle der Fee – und ins neue Kleid. Foto: Gottfried Stoppel
Sara Zaiss schlüpft am 1. Mai in die Rolle der Fee – und ins neue Kleid. Foto: Gottfried Stoppel

Das renommierte Schorndorfer Modelabel Riani schneidert Sara Zaiss ein grünes Haute-Couture-Kleid auf den Leib. Am 1. Mai schlüpft die junge Dame aus Berglen erstmals höchst offiziell in ihre neue Rolle als Schwäbische Waldfee. Eigentlich hatte sie das gar nicht vorgehabt.

Rems-Murr/ Ludwigsburg: Martin Tschepe (art)
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Schorndorf - Die junge Frau mit dem netten Lächeln ist eine ambitionierte Westernreiterin. Und weil sich Sara Zaiss täglich um ihre Pferde kümmert, daheim auf dem elterlichen Hof in Berglen-Ödernhardt, arbeitet die Verwaltungswirtin nicht in Vollzeit, sondern halbtags. Eigentlich, sagt die 23-jährige Blondine, habe sie keine Zeit für aufwendige Nebenbeschäftigungen. Ei­gent­lich. Vom 1. Mai an will sich Sara Zaiss trotzdem voll reinschmeißen in ihre neue Aufgabe. Wenn’s passt, gerne auch mal hoch zu Ross. Manche sagen, es handele sich um den schönsten Nebenjob, den der Rems-Murr-Kreis einer Frau zu bieten hat. Sara Zaiss, eine Mitarbeiterin des Kreissozialamts, wurde kürzlich zur neuen Schwäbischen Waldfee gekürt (wir berichteten).

Für diese Tätigkeit als Werbebotschafterin der Fremdenverkehrsgemeinschaft Schwäbischer Wald bekommt sie ein Jahr lang ein schickes, silberfarbenes Cabrio zur Verfügung gestellt. Zudem hat ihr das renommierte Schorndorfer Modelabel Riani jetzt ein Haute-Couture-Kleid auf dem Leib geschneidert. „Welche Frau wünscht sich das nicht?“, fragt die demnächst fünfte Schwäbische Waldfee bei der Vorstellung ihres neuen Outfits an diesem trüben Nachmittag im April – und sie strahlt dabei über das ganze Gesicht. Nun, es gibt bestimmt Frauen mit anderen Wünschen, Frauen, die nicht unbedingt alle paar Tage als goldige Fee verkleidet auftreten möchten. Sara Zaiss indes ist happy, obgleich sie sich nicht aus freien Stücken um den Job geworben hat. Eine Freundin ihrer Mutter habe sie beim Bürgermeister von Berglen, Maximilian Friedrich, als Fee-Kandidatin ins Spiel gebracht. „Aus dieser Nummer kam ich dann nicht mehr raus“, sagt sie.

Landrat Sigel ist im richtigen Leben Sara Zaiss’ Chef

Die Riani-Designerin Isi H. Degel hatte nur ganz wenige Vorgaben für das neue Feengewand. Die Farben des Kleides sollen für den Schwäbischen Wald stehen – also war klar: grün in möglichst vielen Schattierungen. Und dann sollte das Kleid unbedingt eine Tasche haben. Ansonsten hatte die Designerin aber völlig freie Hand.

Als der Landrat Richard Sigel bei der Präsentation im Rianigebäude am Schorndorfer Stadtrand kurz vorbei schaut, verschwindet Sara Zaiss für einen Moment in der Umkleidekabine. Wenig später erscheint die junge Dame, die im richtigen Leben den Landrat als obersten Chef hat, als Fee. Zauberhaft.

Saisonstart im Schwäbischen Wald am 1. Mai

Sigel ist im Nebenamt Vorsitzender der Fremdenverkehrsgemeinschaft – und vom neuen Outfit seiner Fee fast so begeistert wie die Dame, die jetzt im Spitzenkleid posiert. Sara Zeiss erzählt, dieses Kleid habe bei einem ersten Fotoshooting bereits einen Härtetest bestanden. In der Halle, in der die Fotos gemacht wurden, sei sie zusammen mit Kindern wie wild auf einem Trampolin gehüpft. Auch künftig muss das Kleidchen bestimmt einiges mitmachen, zum Beispiel kleine Wanderungen im Forst und jede Menge Auftritte bei Festen.

Am Montag, 1. Mai, schlüpft Sara Zaiss nun erstmals offiziell in ihre neue Rolle als Waldfee – und in das neue Riani-Kleid. Die grün gewandete Dame läutet gegen 11 Uhr die neue Saison im Schwäbischen Wald ein, beim Kinderfest auf der Theaterwiese der Kleinkunstbühne Kabirinett in Spiegelberg-Großhöchberg.




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