Ringen: DM der U17 Erst im Finale unterlegen

Deutscher Vizemeister: Marcel Kunst Foto: kae

Sowohl im freien als auch im griechisch-römischen Stil fanden am vergangenen Wochenende die deutschen U-17-Meisterschaften statt. Marcel Kunst vom SV Fellbach holte Silber.

Mit vier Startern fuhr Tariel Shavadze zu den am Wochenende ausgetragenen deutschen Meisterschaften der U-17-Ringer im griechisch römischen Stil. Der Cheftrainer aller im SV Fellbach versammelten Ringer hatte gleich mehrere Medaillenanwärter nach Luckenwalde chauffiert, und insbesondere für Marcel Kunst hat sich die 588 Kilometer lange Fahrt nach Brandenburg gelohnt.

 

Mit 14 bei der U17 erfolgreich

Bereits in der Verbandsliga-Runde hatte der in beiden Stilarten einsetzbare, aber inzwischen auf die Stilart griechisch-römisch spezialisierte Nachwuchsringer überzeugt. „Marcel war sehr stark und hat bis zum Finale alles deutlich gewonnen“, sagt Tariel Shavadze. Drei vorzeitige Siege, die er in der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm allesamt durch technische Überlegenheit errungen hatte, sammelte der erst 14-Jährige bis zur Schlussrunde ein. Dann allerdings traf er auf seinen guten Bekannten, den dreifachen deutschen Jugendmeister und EM-Teilnehmer Samuel Puscas von den Red Devils Heilbronn. Der hatte Marcel Kunst bereits im vergangenen Jahr beim Gewinn der DM-Bronzemedaille in der Altersklasse U14 die einzige Niederlage zugefügt. Auch diesmal erwies sich der Heilbronner als stärker und gewann nach 1:39 Minuten durch technische Überlegenheit mit 10:1. Immerhin: Marcel Kunst gelang es als einzigem Starter, Samuel Puscas einen technischen Punkt abzuluchsen. Nach dem siebten Rang vor zwei Jahren und der im Vorjahr erkämpften Bronzemedaille arbeitet sich Marcel Kunst immer weiter nach vorn und trug maßgeblich zum siebten Platz bei, den der SV Fellbach unter 59 angetretenen Vereinen belegte.

Knappe Niederlage im kleinen Finale

Auch Can-Noah Manz, der Zugang vom ASV Schorndorf, startete mit drei Siegen in die Titelkämpfe der Klasse bis 80 Kilogramm. Dann traf er auf Sultan Muhametow. Gegen den späteren Goldmedaillengewinner vom SV Wacker Burghausen musste sich Can-Noah Manz vorzeitig mit 1:10 geschlagen geben. Nach einem Punktsieg stand der Athlet vom SV Fellbach im kleinen Finale, in dem er gegen Luca Lindner (ASC Kappel) knapp nach Punkten unterlag. „Can-Noah hat sehr gut gerungen“, bilanzierte Tariel Shavadze nach den mit Gesamtrang vier abgeschlossenen sechs Kämpfen.

Bei den Papadopoulos-Brüdern war mehr drin

Der Pechvogel des Wochenendes war aus Fellbacher Sicht Christos Papadopoulos. Der Dritte des Vorjahrs bei der U14 siegte bei sechs Kämpfen fünfmal und belegte dennoch in der Klasse bis 60 Kilogramm nur Rang fünf. Sein älterer Bruder Kyriakos Papadopoulos, vergangene Woche noch souverän Landesmeister, erwischte einen schwarzen Tag und landete auf Rang sieben. Nach vier Kämpfen standen für ihn zwei Niederlagen zu Buche, darunter ein denkbar knapper Misserfolg gegen den späteren Goldmedaillengewinner Jonathan Matzky (HAC Stralsund). „Es ist schade. Bei beiden Papadopoulos war mehr drin“, sagte Tariel Shavadze.

Keine Medaille im freien Stil

Keine Medaille für den SV Fellbach gab es bei den deutschen Meisterschaften der U17 im Freistil. Can Dogan und Recep Gürel, die im Vorjahr bei der U14 noch Gold und Silber gewonnen hatten, blieben in ihrer neuen Altersklasse ohne Podestplatz. Das heftigste Programm mit sieben Kämpfen hatte in Aschaffenburg Can Dogan (bis 65 Kilogramm) zu bewältigen. Nach vier Punktsiegen unterlag er dreimal und erkämpfte Platz sechs. Recep Gürel belegte unter 27 Startern (bis 60 Kilogramm) Rang zwölf.

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