Ringen: SG Weilimdorf Knapp verpasste Gold-Chance trübt die Medaillenfreude

Anton Buchholz (rechts) war nah dran an seinem dritten deutschen Meistertitel. Foto: Archiv/Günter Bergmann

Die Weilimdorfer Nachwuchsringer erreichen bei den deutschen U-20-Meisterschaften in Zell im Wiesental und Frankfurt/Oder zwei weitere Treppchenplätze. Ob es zudem noch für ein EM-Ticket reicht, bleibt nun aber abzuwarten.

Lokalsport : Franz Stettmer (frs)

Wenn es noch eines Belegs bedurft hatte, dass die Nachwuchsringer der SG Weilimdorf zu den Besten in Deutschland gehören, er ist erbracht. Am Wochenende haben die Nord-Stuttgarter ihre Medaillenausbeute bei den diesjährigen nationalen Titelkämpfen auf fünf aufgestockt. In der Altersklasse U 20 gab es einmal Silber und einmal Bronze – in einem der beiden Fälle zugleich jedoch auch ein Stück weit Enttäuschung.

 

Anton Buchholz galt eigentlich als heißestes Weilimdorfer Eisen im Feuer, musste sich aber mit dem dritten Platz begnügen. „Schade, wir hatten auf Gold gehofft“, sagt der sportliche Leiter Markus Laible. Stattdessen kam es für seinen Youngster im südbadischen Zell im Wiesental zu einem Déjà-Vu-Erlebnis: gleiche Runde, gleicher Gegner, gleiches Ergebnis wie vor einem Jahr. Erneut zog Buchholz im Halbfinale der 82-Kilogramm-Kategorie gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Dominic Arnold (SV Fahrenbach) hart umkämpft den Kürzeren. Eine 1:3-Punktniederlage beendete die eigenen Titelambitionen. Als Trost blieb nur der Kampf um Bronze, in dem sich Buchholz gegen den Furtwangener Enes Vehapi durchsetzte – gleichbedeutend mit der bereits siebten Medaille seiner Karriere bei deuschen Meisterschaften. 2022 und 2023 hatte der Griechisch-römisch-Spezialist bei der A-Jugend jeweils Gold gewonnen.

Die Chance aufs WM-Ticket dürfte mit dem jetzigen Resultat allerdings verspielt sein. Gleichzeitig haben die Weilimdorfer die Hoffnung auf eine EM-Nominierung noch nicht aufgegeben. Hierfür kann Buchholz sich vielleicht auch noch mit guten Turnierleistungen in den nächsten Wochen empfehlen. Vielleicht – entscheiden werden die Überlegungen des Bundestrainers. Stattfinden werden die kontinentalen Titelkämpfe von Ende Juni an im italienischen Caorle. In seinen erwähnten Topjahren 2022 und 2023 war Buchholz bereits zweimal bei Europameisterschaften dabei.

Silber geht derweil an Lisa Laible bei den weiblichen U-20-Meisterschaften in Frankfurt/Oder, womit sie das persönliche Maximum erreicht hat. Die Titelgewinnerin Franziska Blaumeister (ASV Hüttigsweiler), gegen die Laible in der 59-Kilogramm-Klasse zweimal klar das Nachsehen hatte (2:8, 1:6), kämpfte in ihrer eigenen Liga.

An den Wochenenden zuvor hatten die Weilimdorfer Sportler wie berichtet bereits bei den U-17-Junioren sowie in der Altersklasse U 14 Treppchenplätze erreicht: Timur Demir war in Reilinger Dritter geworden, Chris Abramek und Vadim Singer hatten sich in Witten jeweils auf Platz zwei gekämpft.

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