Ringen: SG Weilimdorf, KSV Musberg Nach Siegen in den Verfolgerduellen: geht noch mehr?

Lukas Laible steuerte zum Weilimdorfer Sieg gegen den KSV Tennenbronn drei wichtige Punkte bei. Foto: Eibner-Pressefoto/Lars Neumann

Die SG Weilimdorf und der KSV Musberg lassen in Heimkämpfen zwei Spitzenplatz-Konkurrenten abblitzen. Damit wird es am nächsten Wochenende richtig spannend.

Lokalsport : Franz Stettmer (frs)

Oben angreifen oder aber im Tabellenmittelfeld „versumpfen“ – so hatte es Markus Laible, der sportliche Leiter der SG Weilimdorf, formuliert gehabt. An diesem Samstag haben sowohl seine Ringermannschaft als auch jene des Nachbarn KSV Musberg eine erste Antwort gegeben. Beide siegten jeweils vor Heimpublikum in Schlüsselkämpfen gegen direkte Spitzenplatz-Konkurrenz. Und beide haben damit in der Regionalliga zumindest Platz zwei im Visier. Oder geht noch mehr?

 

Verlustpunktfreier Erster bleibt weiterhin der KSV Hofstetten – welcher am kommenden Wochenende zum Hinrundenabschluss im Schwarzwald der nächste Weilimdorfer Gegner ist. Einstweilen zwangen die Nord-Stuttgarter den bisherigen Zweiten KSV Tennenbronn mit 13:12 in die Knie. Ungewöhnliches statistisches Detail dabei: Nach Einzelsiegen lag der Gegner 6:4 vorn, doch gaben in der Gesamtwertung die höheren Erfolgsergebnisse der Gastgeber den Ausschlag.

„Eine brutale Leistung der Mannschaft“, sagt Laible und konstatiert: „Fast alle Kleinigkeiten sind für uns gelaufen.“ Die einzige Ausnahme: Die 3:6-Punktniederlage ihres Polen Mateusz Ropiak in der 61-Kilogramm-Klasse gegen Julian Götz hatten Laible und die Seinen so gar nicht auf dem Planzettel gehabt. Damit wurde es eng. Wett machten diesen Ausrutscher vor allem die Gewinner Anton Buchholz (9:0), Felix Bohn (10:2) und Lukas Laible (11:3), indem sie jeweils knapp drei statt zwei Mannschaftszählern einfuhren. Hinzu kam der schon obligatorische Viererbeitrag des Topscorers Csaba Vida (15:0). Und am Ende war es dann Ion Plamadeala, der zwar verlor, aber den Gesamtvorsprung taktisch klug über die Ziellinie verteidigte. Die an ihn ausgegebene Devise: bloß kein Risiko.

Musberg schon nach acht Kämpfen durch

Im Klassement haben die Weilimdorfer damit mit ihrem Gegner gleichgezogen. Mit 12:4 Zählern stehen sie auf Platz vier, während der KSV Musberg mit 13:3 Punkten neuer Zweiter ist. Der Filderclub gewann seinerseits gegen den ambitionierten Aufsteiger ASV Freiburg mit 14:12 – in diesem Fall ohne finalen Nervenkitzel. Fix war der Musberger Sieg überraschend bereits nach dem achten Kampf des Abends. Patryk Olenczyn machte den Sack vorzeitig zu (15:0). „Ein überragender Auftritt von ihm“, sagt der Trainer Markus Scheibner mit Blick auf seinen Punktegaranten. Aber auch der Routinier Andreas Böpple glänzte erneut. In seinem 7:5 gegen Ivaylo Dimov sieht sein Coach die Bestätigung: „Er ist gerade Gold wert für uns.“

Darüber hinaus punkteten für Musberg Giuliano Perri (13:0), Andre Timofeev (2:0), Eduard Davidov (7:5) und Asis Isaev (kampflos/ohne Gegner). Lehrgeld bezahlte Julian Kellermann. Er unterlag dem Topmann Daoud Issayev (8:0 Saisonsiege) klar, mit 1:17. Auch für die Scheibner-Mannschaft geht es spannend weiter. Sie fährt am kommenden Samstag zum gleich nächsten Verfolgerduell nach Tennenbronn.

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