Ringen: SV Fellbach Kräftemessen zweier Generationen
Im Verbandsliga-Finale müssen die Ringer des SV Fellbach eine 11:20-Niederlage beim VfL Obereisesheim hinnehmen, bleiben aber Tabellenfünfte.
Im Verbandsliga-Finale müssen die Ringer des SV Fellbach eine 11:20-Niederlage beim VfL Obereisesheim hinnehmen, bleiben aber Tabellenfünfte.
Zugegeben, mit einem Auswärtssieg beim VfL Obereisesheim wären die Ringer des SV Fellbach in der Abschlusstabelle der Verbandsliga noch um einen Rang hochgerutscht und damit an ihren Gastgebern vom Samstag vorbeigezogen. Nach der 11:20-Niederlage in der Eberwinhalle bleiben die Athleten von Trainer Tariel Shavadze indes auf dem fünften Platz und damit genau in der Tabellenmitte.
Obwohl jeder Einzelne der Fellbacher Ringer auch am 18. Kampftag alles gegeben hatte, war in der zweiten Hälfte der Rückrunde doch ein wenig die Luft raus. „Es war vor drei Kämpfen klar, dass wir uns nach oben oder unten nur noch um einen Platz verändern konnten“, sagt Thomas Heumann, der Sportliche Leiter der SVF-Ringer. Aus diesem Grund, vor allem aber, um dem eigenen Nachwuchs die Chance zu geben, verzichteten Tariel Shavadze und Thomas Heumann zuletzt auf Tornike Katamadze. Der dieses Jahr überragende Freistilspezialist hätte nochmals extra aus Georgien anreisen müssen. Für ihn kam in Obereisesheim sein inzwischen im Remstal heimischer Landsmann Gocha Meladze zum Einsatz, der – wohlgemerkt als Greco-Spezialist – dem zweifachen EM-Bronzemedaillengewinner Ivan Zamfirov einen knappen Punktsieg in der Freistilklasse bis 71 Kilogramm abtrotzte.
Daneben holten mit Recep Gürel, 14, Christos Papadopoulos, 14, und Noel Lozancic, 17, drei Fellbacher Eigengewächse die Punkte für den SVF. Für Thomas Heumann ist sein junger Verbund, der am Samstag im Durchschnitt 18,5 Jahre alt und damit fast eine Generation jünger als die durchschnittlich 33,6 Jahre alte Gästeschar war, in der Verbandsliga richtig aufgehoben. „Vier oder fünf unserer jungen Kämpfer wären auch in der Oberliga erfolgreich, aber das ist eben zu wenig“, sagt Thomas Heumann.
Besonders in den drei obersten Gewichtsklassen und da speziell im Freistil, hofft Thomas Heumann auf einen Zugang. Mittelfristig könnten sich aber auch hier Eigengewächse etablieren. Ohnehin scheint das jüngste Team der Verbandsliga für die Zukunft gut aufgestellt. Kyriakos Papadopoulos und sein Bruder Christos sowie Noel Lozancic und einige weitere Kämpfer aus der Schule von Tariel Shavadze haben in dieser Saison gezeigt, dass sie nicht nur unter Altersgenossen kaum einen Vergleich scheuen müssen und für die anstehenden Titelkämpfe gerüstet sind. Meister der Verbandsliga ist der KSV Aalen. Neu in der Verbandsliga ringen werden 2026 der ungeschlagene Landesliga-Meister ASV Schorndorf II sowie der Oberliga-Absteiger KG Wurmlingen/Tuttlingen.
VfL Obereisesheim – SV Fellbach. 57 kg (griechisch-römisch): Sagir – Christos Papadopoulos 0:4-Überlegenheitsniederlage (Gesamt: 0:4); 130 kg (Freistil): Shaipov – Noah Lozancic 4:0-Schultersieg (4:4); 61 kg (Fr.): Steiger – Gürel 0:2-Punktniederlage (4:6); 98 kg (gr.-r.): Zhekov – Zagliveris 4:0-Überlegenheitssieg (8:6); 66 kg (gr.-r.): Atal – Ibrahimov 3:0-Punktsieg (11:6); 86 kg (Fr.): Evgeni – Bojang 3:0-Punktsieg (14:6); 71 kg (Fr.): Zamfirov – Meladze 0:1-Punktniederlage (14:7); 80 kg (gr.-r.): Scheibler – Noel Lozancic 0:4-Schulterniederlage (14:11); 75 kg (gr.-r.): Markovic – Kyriakos Papadopoulos 2:0-Punktsieg (16:11); 75 kg (Fr.): Duscov – Kazantzidis 4:0-Überlegenheitssieg (20:11).