Ringen: SV Fellbach Olympia-Aus für Amiran Shavadze

Ringerfamilie: Tariel (links) und Amiran Shavadze Ende Dezember in Georgien Foto: Privat
Ringerfamilie: Tariel (links) und Amiran Shavadze Ende Dezember in Georgien Foto: Privat

Der Neffe des Fellbacher Trainers Tariel Shavadze scheitert in der georgischen Heimat knapp. Jan Madejczyk, 2019 deutscher B-Jugendmeister, wechselt zum SVF und folgt damit seinem älteren Bruder Otto-Christian.

Rems-Murr: Thomas Rennet (ren)
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Fellbach - Diese Enttäuschung muss er erst einmal verarbeiten. Amiran Shavadze, 2019 mit dem SV Fellbach in die Oberliga aufgestiegen, hat die letzte Gelegenheit auf ein Ticket nach Tokio verpasst. Der Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaften 2020 in Rom ist vor wenigen Tagen in einer Vorausscheidung der georgischen Ringer knapp gescheitert. Deshalb hat der 27-jährige Spezialist in der griechisch-römischen Stilart nun die Reise zu dem globalen Qualifikationsturnier in Sofia nicht mitantreten dürfen. In Bulgarien werden bis Sonntag noch jeweils zwei Plätze pro Klassement, etwa in Amiran Shavadzes Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm, bei den Olympischen Spielen in Japan vergeben, die vom 23. Juli bis zum 8. August geplant sind. Der georgische Meister 2019 will sich jetzt zum Ausgleich auf die Weltmeisterschaften im Oktober in Oslo vorbereiten – am liebsten bei seinem Onkel in Fellbach. Ein Trainingsaufenthalt bei Tariel Shavadze, Trainer des SVF seit mehr als elf Jahren, soll dem Neffen wieder die Form verschaffen für Großtaten im Sportfach. In diesen Corona-Zeiten war daran bisher nicht zu denken.

Für den SVF soll am 16. Oktober die Oberliga-Saison beginnen

Ob Amiran Shavadze nach dem von der Pandemie erzwungenen Saisonausfall 2020 in diesem Jahr wieder für den SV Fellbach antreten wird, ist noch nicht entschieden. Der eine oder andere Lands- und Fachmann wird gewiss zur Auswahl stehen. Wer dann aber im Einzelfall zulangen wird, ist von mehreren Faktoren abhängig: nicht zuletzt vom eigenen Personaltableau in den verschiedenen Gewichtsklassen oder auch von jenem des jeweiligen Gegners.

Das junge Fellbacher Team wird beisammenbleiben

Das junge Team wird beisammenbleiben, und ein paar ganz junge Kräfte aus den eigenen Reihen kommen vor dem am 16. Oktober bei der SG Weilimdorf vorgesehenen Saisonstart hinzu. Jan Kunst, 16, Tim Möller, 15, und Kevin Karl, der Musterschüler aus der Fellbacher Talentschmiede, der am Samstag erst seinen 14. Geburtstag feiert. „Er ist ein Nummer-eins-Kandidat für einen Titel bei den deutschen Jugendmeisterschaften“, sagt Tariel Shavadze. Einen weiteren Nachwuchsringer dieser Qualität hat Tariel Shavadze mit seinem Trainerkollegen Yasar Demir zu einem Vereinswechsel nach Fellbach animieren können: Der 15-jährige Jan Madejczyk wird fortan wie schon sein älterer Bruder Otto-Christian das Männerteam des SV Fellbach bereichern. Tariel Shavadze kennt den deutschen B-Jugendmeister 2019 wie dessen Bruder schon lange („Von Kindesbeinen an“), immer wieder hat er mit den beiden auch an Fortschritten auf der Matte gearbeitet. Derzeit bereitet sich Jan Madejczyk, der ebenfalls ein Sportinternat in Jena besucht, auf ein Kaderturnier Mitte Mai in Heidelberg vor. Ziel ist die Qualifikation für die Kadetten-Europameisterschaften, die Mitte Juni im bulgarischen Samokov ausgetragen werden sollen.




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