Roboterwettbewerb Schlaue Köpfe aus Leonberg wieder im Weltfinale
Drei Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums Leonberg schaffen es mit ihrem Seegrasroboter „Searob 1“ erneut nach Izmir ins Weltfinale der Welt Roboter Olympiade.
Drei Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums Leonberg schaffen es mit ihrem Seegrasroboter „Searob 1“ erneut nach Izmir ins Weltfinale der Welt Roboter Olympiade.
Sogar der Bürgermeister von Izmir blieb stehen, um den Seegrasroboter der drei Leonberger Schüler genauer unter die Lupe zu nehmen. Beim Weltfinale der Welt Roboter Olympiade (WRO) in der Türkei zogen Jakob Bosch (8a), Aiko Hansen (8d) und Theo Salfeld (8d) von der Roboter-Technik-AG des Johannes-Kepler-Gymnasiums die Aufmerksamkeit auf sich und überzeugten mit ihrem Roboter. Schon Monate vor dem Weltfinale sicherten sie sich in der deutschen Qualifikationsrunde der WRO den ersten Platz in der Kategorie „Future Innovators“ – auf Deutsch: Erfinder der Zukunft – und damit das Ticket nach Izmir.
Doch wie kamen die drei Achtklässler auf die Idee, einen Pflanzroboter für Seegras zu entwickeln? „Erst wollten wir einen Roboter der Bäume pflanzt. Aber den gibt es schon“, erzählt Aiko Hansen. Deshalb musste eine neue Idee her. Nach intensiver Recherche entschieden sich die drei schließlich für Seegras – eine oft übersehene Wunderpflanze aus dem Meer, die sich als bemerkenswerter CO₂-Speicher erweist. „Seegras kann im Küstenschutz eingesetzt werden und auch die Wasserqualität verbessern“, begründen die Jungs ihre Entscheidung.
Ende November geht es in Izmir ernst zur Sache: Mehr als 500 Teams aus aller Welt treten in vier Kategorien an. „Die Konkurrenz war groß, aber die Jungs sind ein eingespieltes Team“, so der AG-Leiter Steffen Liebert. Während des Wettbewerbs begutachtet die Jury nicht nur den technischen Aspekt von „Searob 1“, sondern auch das Konzept, die Programmierung und die Präsentationsfähigkeiten der Schüler. „Die drei haben hart an ihrem Projekt gearbeitet und alles auf Englisch vorbereitet“, berichtet Liebert. Und die harte Arbeit zahlt sich aus: Jakob, Aiko und Theo erreichen in Izmir den 23. Platz im Weltfinale. In ihrer Kategorie und Altersklasse sind – inklusive der Qualifikationen – 1625 Teams aus aller Welt angetreten. Für Steffen Liebert ist die AG ein echtes Herzensprojekt. Der Vater hat die AG vor knapp zehn Jahren selbst ins Leben gerufen. „Gestartet haben wir damals mit zwanzig Schülern, dieses Jahr sind es über neunzig“, erzählt er. Unterstützung bekommt er dabei von fünf weiteren AG-Leitern, die jeden Mittwochnachmittag mithelfen – alles erfahrene Schüler und Schülerinnen. Auch das Team von Jakob, Aiko und Theo – kurz JAT-Team – engagiert sich tatkräftig in der AG und gibt Wissen weiter. „Wir helfen den anderen, wenn sie Probleme haben. Wir sind ja relativ erfahren“, erklärt Theo selbstbewusst. Erfahrung bringen Theo und seine beiden Teamkollegen mit. Das Weltfinale in Izmir ist nicht der erste internationale Ausflug für die drei jungen Roboter-Fans. Bereits 2023 sind sie gemeinsam mit ihren Familien nach Panama geflogen und holten dort mit ihrem Roboter den siebten Platz.
Doch die drei Schüler ruhen sich nicht auf ihren Erfolgen aus. Seit Mitte Januar stecken sie mitten in der Vorbereitung für die nächste Wettbewerbssaison. Auch dieses Jahr möchten sie wieder mit einer neuen Idee an den Start gehen. „Ich bin optimistisch, dass es auch dieses Jahr wieder klappt,“ sagt Steffen Liebert.