Rock am Ring Mehrere Verletzte nach Blitzeinschlag

Bei einem Gewitter sind beim Festival «Rock am Ring» zahlreiche Zelte zu Bruch gegangen. Foto: dpa
Bei einem Gewitter sind beim Festival «Rock am Ring» zahlreiche Zelte zu Bruch gegangen. Foto: dpa

Schon wieder heftige Gewitter mit viel Regen. In Süddeutschland bleibt es vorerst bei überfluteten Straßen. Beim Musikfestival „Rock am Ring“ in der Eifel gibt es hingegen Verletzte.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Mendig - Auf dem Gelände des Musikfestivals „Rock am Ring“ in der Eifel ist der Blitz eingeschlagen. Dabei sind am Freitagabend mindestens acht Besucher verletzt worden. „Ein Fan musste reanimiert werden“, teilten die Veranstalter in Mendig (Rheinland-Pfalz) mit. Dies sei nach Auskunft des Deutschen Roten Kreuzes vorläufig erfolgreich gewesen. Ein Gewitter hatte sich direkt über das Festival geschoben. Die Live-Auftritte wurden etwa eineinhalb Stunden lang unterbrochen. Eine Sprecherin der Veranstalter wies Spekulationen zurück, dass das dreitägige Festival wegen möglicher weiterer Gewitter an diesem Samstag und Sonntag ganz abgebrochen werden könne.

Starker Regen führte in einigen Regionen - vor allem in Süddeutschland - abermals zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern. In Bayern war der Landkreis Weilheim-Schongau besonders betroffen. Aus Baden-Württemberg wurden Überschwemmungen aus mehreren Kreisen gemeldet.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitagabend vor teils kräftigen Schauern und Gewittern im äußersten Süden und im Westen Deutschlands. „Aufgrund der langsamen Verlagerung muss mit Starkregen von teils mehr als 25 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit gerechnet werden“, hieß es. Im Westen sei die Hagelgefahr erhöht.

Tanzen in Gummistiefeln

Auch das parallele Festival „Rock im Park“ in Nürnberg hatte am Freitag bei wolkenverhangenem Himmel und mit einem Regenschauer begonnen. In Gummistiefeln und kurzen Hosen tanzten die Festivalbesucher in Pfützen.

Im oberbayerischen Kreis Weilheim-Schongau fielen nach Angaben des DWD in München binnen zwei Stunden mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter. In den Nachbargemeinden Peißenberg und Hohenpeißenberg waren nach Polizeiangaben mehrere Straßen so stark überflutet, dass sie komplett gesperrt werden mussten.

In Hamm am Rand des Ruhrgebiets in Nordrhein-Westfalen fuhr die Feuerwehr nach dem Durchzug von Starkregen und heftigen Windböen am späten Nachmittag 50 Einsätze, wie ein Sprecher berichtete. Bäume waren umgestürzt und auf Dächer gefallen, Dachziegel wurden losgerissen. Die Feuerwehr musste ein Baugerüst sichern. Außerdem wurde das Fest „Hammer Summer“ abgesagt. Von Verletzten wurde hier nichts bekannt.




Unsere Empfehlung für Sie