Rockfabrik-Chefs besichtigen Gelände in Bietigheim Geschäftsführer sind begeistert vom Industriegebiet

Von Michael Bosch 

Die Chefs der Rockfabrik haben die alternative Location in Bietigheim-Bissingen besichtigt und sind von ihr angetan. Auf das Gelände in der Nähe des Bahnhofs versteifen, das wollen sie sich aber nicht. Dazu sind noch zu viele Fragen offen.

Hier könnte die Rofa unterkommen: im Bereich des ehemaligen DLW-Geländes zwischen den beiden Bahnlinien. Vom Bahnhof (unten links im Bild) sind es nur ein paar Minuten zu Fuß. Foto: Werner Kuhnle
Hier könnte die Rofa unterkommen: im Bereich des ehemaligen DLW-Geländes zwischen den beiden Bahnlinien. Vom Bahnhof (unten links im Bild) sind es nur ein paar Minuten zu Fuß. Foto: Werner Kuhnle

Bietigheim-Bissingen - Offenbar haben sich die Rofa-Chefs mit der Idee angefreundet, ihre Discothek in Bietigheim-Bissingen weiter zu betreiben. Nicht sofort, aber vielleicht in naher Zukunft. Dazu haben sie nun mögliche, neue Räume im Bogenviertel begutachtet. Und die alten Produktionsstätten von DLW (Deutsche Linoleum-Werke) haben es Johannes Rossbacher durchaus angetan. „Das wäre schon sehr schön, wenn das klappen würde“, sagt der Rofa-Geschäftsführer. „Wir behalten das auf jeden Fall im Auge.“ Auf dem Gelände befinden sich riesige Hallen, in denen zuletzt Bodenbeläge hergestellt wurden, sowie ein Kraftwerk.

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Mit alten Fabrikhallen kennen sich die Rockfabrik-Chefs aus. Bevor die Disco in der Grönerstraße eröffnete, hatte die Firma Eisfink in den Hallen Kühlschränke hergestellt. Rustikale Optik und harte Gitarrensounds passen zueinander. Der Eigentümer des Geländes in der Ludwigsburger Weststadt, Max Maier, sieht das allerdings nicht zwangsläufig so. Den Mietvertrag mit der Rockfabrik hat er nach 37 Jahren nicht verlängert, am Jahresende ist Schluss. Deshalb haben sich die Rofa-Chefs in den vergangenen Monaten nach Alternativen umgesehen – auch mit Hilfe der Stadt Ludwigsburg. Und Bietigheim scheint momentan die beste Option.

Industriehalle oder Kraftwerk?

Ein Pluspunkt des Areals sei die Nähe zum Bahnhof, so Johannes Rossbacher. Rockfans könnten die neue Location bequem zu Fuß erreichen. In welcher der riesigen Hallen die Discothek unterkommen könnte, steht noch nicht fest. Die Fabrikgebäude seien sogar für die Rofa zu groß. „Man müsste sie wahrscheinlich irgendwie unterteilen“, sagt Rossbacher Vielleicht wird es am Ende sogar das Kraftwerk? Das Büro, das das Gebiet neu plant, sei noch nicht so weit, sagt der Rofa-Geschäftsführer. Der Investor könne sich aber vorstellen, der Rockfabrik ein neues Zuhause zu bieten. Allerdings müsse der Projektentwickler noch einige Fragen mit der Stadt klären. Zum Beispiel, wie das Gebiet erschlossen wird.

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Trotz der nicht gerade schlechten Aussichten: Darauf verlassen, dass es klappt mit Bietigheim, wollen sich Rossbacher und Co. nicht. Dazu mussten sie in den vergangenen Monaten schon zu viele Ideen wieder verwerfen.