Am Sonntag, dem 7. September ist über Deutschland eine totale Mondfinsternis zu sehen ist. Wo man in Stuttgart das seltene Spektakel beobachten kann.
Am Wochenende spielt sich ein unvergessliches Spektakel ab. Am Sonntagabend, dem 7. September kommt es zu einer seltenen Mondfinsternis. Dabei ist der Mond in rötlichen Farben zu sehen.
Was passiert am Himmel?
Während der kommenden totalen Finsternis schiebt sich die Bahn der Erde genau zwischen Mond und Sonne – die Erde wirft also ihren Schatten auf den Mond. „Mond, Erde und Sonne befinden sich nahezu auf einer Linie und der Kernschatten der Erde wandert über den Mond“, erklärt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Diese Mondfinsternis hat allerdings einen Haken, denn: „Egal wo: Der Mond geht schon komplett verfinstert auf“, so Carolin Liefke, stellvertretende Leiterin des Hauses der Astronomie in Heidelberg. Deshalb könne er eventuell erst später zu sehen sein, wenn er über den Dunstschichten am Himmel steht.
Um 17.27 Uhr tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein. Etwa eine Stunde später schiebt er sich dann in den Kernschatten. Circa um 19.30 ist die totale Finsternis. In diesem Zustand geht der Mond dann auf – in Stuttgart passiert das um kurz vor 20 Uhr. Die Totalität dauert bis etwa 20.53 Uhr. Dann schiebt sich der Vollmond aus dem Kernschatten heraus, bevor er ihn gegen 21.57 Uhr ganz verlässt.
Blick direkt aus dem Kessel
In Stuttgart gibt es nicht nur einen Tipp, für den besonderen Abend. Der Mond lässt sich von mehreren Orten aus, bei klarem Himmel, perfekt in den Blick nehmen. Dazu gehört unter anderem die Karlshöhe. Am besten erreicht man diese mit der Stadtbahn, die zum Marienplatz fährt, oder ab den S-Bahnhaltestellen Feuersee und Schwabstraße.
Der Weißenburgpark rund um das Teehaus bietet sich ebenfalls an, um das Spektakel in Ruhe anzusehen. Dieser befindet sich in der Nähe der U-Bahn Haltestelle Bopser. Ab 20 Uhr ist auch die Sternwarte in Stuttgart geöffnet, von der aus man den Mond beobachten kann. Sie liegt auf der Uhlandshöhe, welche man mit der Linie U15 erreichen kann.
Wer die Finsternis anders als draußen erleben möchte kann das Stuttgarter Planetarium besuchen. Dort läuft eine Musikshow zum Album „The Dark Side of the Moon“, der Band Pink Floyd. Das Planetarium verspricht dabei eine Kombination aus 360°-Projektion, Sternenprojektor und Lasershow. Weitere Infos, sowie Tickets gibt es auf der Webseite.
Dem Mond an diesen Aussichtspunkten besonders nahekommen
Um die Mondfinsternis ohne störende Lichtquellen aus der Stadt bewundern zu können bieten sich besonders Aussichtspunkte an. Einer davon ist der Birkenkopf in 511 Metern Höhe. Er ist damit der höchste Punkt im inneren Stadtgebiet und mit dem Auto, dem Bus oder zu Fuß vom Stuttgarter Westbahnhof aus erreichbar.
Richtung Gerlingen liegt das Schloss Solitude. Genau wie der Birkenkopf bietet dieser Ort die perfekte Kulisse, um den Nachthimmel zu beobachten, die gleichzeitig nicht zu hell ist, da das Schloss nicht direkt in der Innenstadt liegt. Mit der Buslinie 92 lässt sich das Schloss gut erreichen.
Ähnlich ist es bei der Grabkapelle Stuttgart, die mit der Buslinie 61 zu erreichen ist. Diese bietet ebenfalls eine idyllische Szenerie, von der aus man den Blutroten Mond über dem Kessel bestaunen kann.
Sternwarten im Umkreis
Nicht nur Stuttgart öffnet die Sternwarte ihre Pforten, um eine freie Sicht auf den beeindruckenden Vollmond zu ermöglichen. Auch in den umliegenden Ortschaften hat man die Möglichkeit die Sternwarten zu besuchen.
Diese Sternwarten haben bei gutem Wetter geöffnet:
- Die Reutlinger Sternwarte
- Die Sternwarte Zollern-Alb
- Die Sternwarte Nürtingen
- Die Sternwarte Welzheim
- Die Sternwarte Aalen
Ist das Wetter nicht optimal, bieten die Sternwarten teils kostenpflichtige Ersatzprogramme an. Mehr dazu erfahrt Ihr auf den jeweiligen Webseiten.
Die nächste totale Mondfinsternis ist erst wieder Ende 2028 zu erwarten. Also heißt es: Sonntagabend unbedingt in den roten Nachthimmel schauen und staunen!