Er war eine der prägenden Figuren der Stuttgarter Kickers in den 1960-er Jahren. Nun ist Rolf Steeb im Alter von 82 Jahren gestorben.

„Der Fußball“, sagte einst Rolf Steeb, „hat mir viel gegeben.“ Und er, der langjährige Abwehrspieler, hat den Stuttgarter Kickers viel gegeben. Während seiner aktiven Laufbahn zwischen 1959 und 1971, aber auch danach, als Zuschauer und Teil der Traditionsmannschaft. Auch sein Rat war lange gefragt. Nun jedoch herrscht Trauer unter dem Dach der Blauen. Rolf Steeb ist am vergangenen Dienstag im Alter von 82 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Er hinterlässt seine Frau Elisabeth, seine Kinder, Enkel und Urenkel.

Rolf Steeb gehörte keinem der Kickers-Teams an, die den Aufstieg in die Bundesliga geschafft haben, auch als die Blauen das Pokal-Finale erreichten, war seine Karriere längst beendet. Eine prägende Figur war der Versicherungskaufmann dennoch für den Club aus Degerloch.

Vergleich mit einer englischen Legende

Den „Jackie Charlton der Kickers“ nannte man den 1,89 Meter großen Abwehrspieler auch – in Anlehnung an sein Aussehen und seine Art zu spielen. Beides war dem legendären englischen Nationalspieler verblüffend ähnlich. Wie der große Charlton wurde Rolf Steeb deshalb auch gerne „Giraffe“ gerufen. „Auf den Langen“, lobte einst der ehemalige Kickers-Trainer Ebo Eberle, „war immer Verlass.“

351 Spiele hat Rolf Steeb für die Kickers gemacht, wegen einer Achillessehnenverletzung trat er ab 1971 kürzer und spielte noch bis 1977 für den VfL Sindelfingen. Ehe er in einem Pflegeheim verstarb, lebte Steeb mit seiner Frau in Echterdingen. Dort findet am 17. August auch die Beisetzung statt.