Rolling Stones: „Living In A Ghost Town“ Die Stones melden sich mit Corona-Song zurück

Von AFP/red 

Die Rolling Stones veröffentlichen mit „Living In A Ghost Town“ den ersten neuen Song seit acht Jahren – und es geht natürlich um die Corona-Krise. Mehr oder weniger.

„Living In A Ghost Town“ heißt der neue Song der Rolling Stones Foto: Universal
„Living In A Ghost Town“ heißt der neue Song der Rolling Stones Foto: Universal

London/Los Angeles - Leben in einer Geisterstadt: Passend zur Corona-Krise hat die britische Rockband Rolling Stones am Donnerstag einen Song mit dem düsteren Titel „Living in a Ghost Town“ veröffentlicht. Die Band sei vor den Ausgangsbeschränkungen im Studio gewesen und habe neues Material aufgenommen, schrieb Frontmann Mick Jagger im Onlinedienst Twitter. „Und bei einem Song – Living In A Ghost Town – dachten wir, dass er in der Zeit, in der wir leben, nachhallen würde.“

Es ist der erste neue, selbst geschriebene Titel der britischen Rocker seit 2012. Im Gespräch mit „Apple Music“ sagte Jagger, er und Keith Richards hätten den Song vor über einem Jahr geschrieben. „Er wurde nicht für diese Zeit geschrieben, aber es war einfach eines dieser merkwürdigen Dinge.“

Geister in einer Geisterstadt

Der Song handele davon, „an einem Ort zu sein, der voller Leben war, aber jetzt sozusagen ohne Leben ist“, sagt Jagger. Es geht um Chaos und Zerstörung und der scheinbar unendlichen Einsamkeit der Isolation: „Das Leben war so schön / Dann wurden wir alle eingesperrt“, singt Jagger darin. „Bitte lass das vorbei sein / Festgefahren in einer Welt ohne Ende.“

Das Virus erweckt einen Song zum Leben

Er habe vor der Veröffentlichung noch einmal an einigen Textpassagen gefeilt, um sie an die aktuelle Situation anzupassen. „Um ehrlich zu sein, musste ich nicht sehr viel umschreiben“, erklärte der 76-Jährige „Apple Music“. „Es ist irgendwie unheimlich, wenn er plötzlich zum Leben erwacht“, sagte Gitarrist Keith Richards über den Song. Die Band hat einen Großteil der vergangenen zwei Jahrzehnte auf Tournee verbracht. Die Coronavirus-Pandemie machte ihnen – wie vielen anderen auch – einen Strich durch ihre Tour-Planung. Die Band wollte eigentlich ab dem 8. Mai 15 Konzerte in Nordamerika spielen.

Auftritt bei „One World: Together At Home“

Erst am Wochenende sorgte die Band für Schlagzeilen - als Teil eines virtuellen Corona-Benefizkonzerts mit Größen wie Lady Gaga und Beyoncé. Mit ihrem Hit „You Can’t Always Get What You Want“ richteten sich die Rocker von ihren Wohnzimmern aus an Ärzte, Krankenpfleger und Fans in aller Welt. Durch das Konzert kamen umgerechnet 32 Millionen Euro Spenden für medizinische Hilfsorganisationen und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen.




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