Rosenau bespielt den Feuersee Traumstart für die neue Seebühne im Stuttgarter Westen

Der Kölner Slam-Poet Quichotte auf der  neuen Bühne auf dem Feuersee im Stuttgarter Westen. Foto: Lichtgut/Julian Rettig 8 Bilder
Der Kölner Slam-Poet Quichotte auf der neuen Bühne auf dem Feuersee im Stuttgarter Westen. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Beim vierten Anlauf hat’s geklappt: Die ersten drei Konzerte auf der neuen Seebühne im Westen fielen aus wegen Regens. Am Donnerstagabend gelang ein Traumstart an einem wunderschönen Ort, der sehr idyllisch ist und nicht nur für Radau steht.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)
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Stuttgart - Michael Drauz hatte allen Grund zum Strahlen. Nervös war der Rosenau-Chef zuvor gewesen, ob das Experiment an einem Ort gelingt, für den die Stadt nach Party-Exzessen, viel Müll und Lärm für die Nacht vom kommenden Samstag auf Sonntag erneut ein Verweilverbot zur späten Stunde verhängt hat. Zur Premiere der neuen Seebühne, die sich mitten im Wasser vor der schönen Kulisse der Johanneskirche befindet, stimmte am Donnerstagabend nicht nur das Wetter. Das Publikum, das im abgesperrten, nahezu ausverkauften Treppenbereich Kopfhörer trug, war vom Auftritt des Kölner Slam-Poeten Quichotte begeistert und genoss einen Sommerabend wie aus dem Bilderbuch. Die Sicherheitskräfte, von der Rosenau engagiert, hatten so gut wie nichts zu tun. Alles verlief friedlich und sehr harmonisch.

Das Floss wird mit Seilen auf den See gezogen

Was der Comedian vortrug, konnte nur hören, wer Eintritt bezahlte und deshalb den Zugang zu einem digitalen Extrakanal wie beim Autokino für die Ohren bekam. Lautsprecher sind nicht aufgestellt. Wer nur auf der Freitreppe sitzen wollte, ohne die Darbietung zu verfolgen, konnte ebenso Platz nehmen. Friedlich saßen alle in der Sonne vereint, die Kulturfans und alle anderen. Die Seebühne ist ein etwa drei auf zwei Meter großes Floß, das mit Seilen am Ufer verankert ist und zu Showbeginn in den Feuersee hineingezogen wird, in die Nähe der Wasserfontäne, die beim Auftritt abgestellt wird. Quichotte, der Künstler der Premiere, war begeistert vom Ambiente, auch von den Schildkröten, die er reichlich im See entdeckt.

Am Freitag geht es mit dem Slam-Poet Andy Strauß weiter

Auch die Stadt gab grünes Licht für dieses Experiment im Stuttgarter Westen, das mit Mitteln des Landes aus dem Programm „Kunst trotz Abstand“ finanziert wird. An diesem Freitag, 20 Uhr, findet das nächste Konzert auf der neuen Seebühne des Westens statt. Der Ostfriese Andy Strauß, der seit 2006 eine Größe der deutschen Poetry-Slam-Szene ist, tritt mit seinem Programm „Life of Andy -Best of“ auf.




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