Rosensteintunnel Protestzug gegen Brückenabriss

Die Tage des Elefantenstegs sind gezählt. Die markante Brücke muss dem Bau des B-10-Rosensteintunnels weichen. Foto: Michael Steinert
Die Tage des Elefantenstegs sind gezählt. Die markante Brücke muss dem Bau des B-10-Rosensteintunnels weichen. Foto: Michael Steinert

Der Elefantensteg muss dem Bau des B-10-Rosensteintunnels weichen. Parkschützer fordern, dass die markante Brücke zur Wilhelma erhalten bleibt. Sie werde stark von Fußgängern und Radfahrern genutzt.

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Stuttgart - Die Parkschützer gehen wieder auf die Straße: Am Sonntagabend wollen sie erneut mit einem Protest­zug gegen die bevorstehende Sperrung und den geplanten Abriss des Elefantenstegs von Bad Cannstatt zum Rosensteinpark demonstrieren. Angemeldet sind laut Ordnungsamt 300 Teilnehmer. Über den genauen Weg der Demonstranten wird noch diskutiert. Für den Folgetag ist ebenfalls eine Aktion angekündigt, und zwar im Anschluss an die Montagsdemo.

Die mit dem Wilhelma-Elefanten verzierte Brücke soll von Mitte beziehungsweise Ende nächster Woche an gesperrt werden. Sie fällt dem Rosensteintunnel zum Opfer. Die Brücke soll in vier Schritten abgebaut werden, so der Projektleiter bei der Stadt für den Rosensteintunnel, Christian Buch. Das könne mehrere Wochen dauern. Allerdings sei geplant, eine Fußgängerfurt über die Neckarstraße einzurichten, die Ampel dort solle ausgebaut werden. Später muss auch die Holzbrücke an der Neckarschleuse weichen, und zwar für die im Rahmen von Stuttgart 21 geplante Neckarbrücke. Dann wird es keine direkte Verbindung von Bad Cannstatt zum Rosensteinpark mehr geben – und die Fußgänger müssen auf die Neckarbrücke oder König-Karls-Brücke ausweichen. „Der Abriss der Holzbrücke wird auf keinen Fall mehr in diesem Jahr erfolgen“, so Buch. Das sei jedoch Sache der Bahn.

Fußgänger müssen teils größere Umwege gehen

Der Protest gegen den Abriss des Elefantenstegs gehe von einigen Aktivisten der Parkschützer aus, so Tobias Schwarz von der Jugendoffensive Stuttgart, einer der Demo-Organisatoren. Die Brücke werde von Fußgängern und Radfahrern sehr stark genutzt. Während der Bauzeit gebe es keinen Ersatz für den Steg, moniert Schwarz. Und wenn die Menschen künftig auf andere Brücken ausweichen müssten, bedeute das für sie einen großen Umweg. Der Protestzug am Sonntag führt von 18.30 Uhr an von der LBBW zum Elefantensteg. Die Organisatoren würden gern über den Arnulf-Klett-Platz, die Schillerstraße, Konrad-Adenauer-Straße, Neckarstraße, das Funkhaus des SWR, die Kuhn­straße, Karl-Schurz-Straße und dann von der Haltestelle Mineralbäder zur Brücke laufen. Das Ordnungsamt ist davon jedoch nicht begeistert, weil es größere Verkehrsbehinderungen befürchtet.

„Wir haben angefragt, ob es möglich ist, auf die Bundesstraßen zu verzichten, und sprechen in der Sache noch miteinander“, sagt Gerald Petri vom Ordnungsamt. Die Alternativstrecke der Organisatoren würde durch den Mittleren Schlossgarten statt über die Konrad-Adenauer-Straße führen. Hinter dem SWR könnten die Demonstranten dann auf den Fußweg am Mineralbad Berg ausweichen.

Nach der Demonstration planen die Veranstalter einen gemütlichen Ausklang mit Musik. Dabei sollen Passanten darauf hingewiesen werden, „dass dies ihr letzter Gang über die Brücke gewesen sein wird“. Es sei durchaus möglich, dass es in den kommenden Wochen weitere Aktionen geben werde, sagt Schwarz.




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