Einig sind sich alle: Stuttgart verträgt ein weiteres Hospiz. Ginge es nach den Rot-Kreuz-Schwestern, hätten sie schon längst mit dem Bau begonnen. Woran liegt es, dass das Haus Königin Charlotte trotz Bedarf immer noch nicht realisiert ist?

Familie/Bildung/Soziales: Hilke Lorenz (ilo)

Die Eidechsen sind schon mal auf dem 6500 Quadratmeter großen Areal im Stuttgarter Norden in ihr neues Habitat inmitten von Trockensteinmauern umgezogen. Die Rosen sind ausgegraben, das Beet ist abgedeckt, um die Reptilien fernzuhalten. Ginge es nach Susanne Scheck, Vorständin der Württembergischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz, stünde dort in der Relenbergstraße 90, wo das in die Jahre gekommene Mutterhaus der Ordensschwestern steht, längst ein neugebautes Hospiz und ein Pflegeheim für Senioren. Einen Namen gibt es auch schon für das ambitionierte Projekt: Hospiz Königin Charlotte. Scheck brennt für die Sache. Ein drittes Hospiz für Stuttgart, zusätzlich zum evangelischen in der Stafflenbergstraße und St. Martin, dem der katholischen Kirche in Stuttgart-Degerloch, will sie mit ihren Schwestern schon lange bauen. Auch ermutigt durch die Verantwortlichen der bereits bestehenden Hospize. Die Zahlen für Stuttgart geben Susanne Scheck zudem recht.