Rothaus AG Stratthaus vertritt Schäuble

Von phs 

Die dem Land Baden-Württemberg gehörende Rothaus AG ist seit beinahe zwei Monaten führungslos. Alleinvorstand Thomas Schäuble leidet unter den Folgen eines Herzinfarktes. Nun soll Gerhard Stratthaus, 70, übergangsweise einspringen.

Stratthaus soll Schäuble vertreten. Foto: dpa
Stratthaus soll Schäuble vertreten. Foto: dpa

Stuttgart - Die dem Land Baden-Württemberg gehörende Rothaus AG ist seit beinahe zwei Monaten führungslos. Alleinvorstand Thomas Schäuble, 64, leidet nach wie vor stark unter den Folgen eines Herzinfarktes. Ob und – wenn ja – wann er wieder arbeiten kann, ist völlig unklar. Weil eine Aktiengesellschaft aber zwingend einen verantwortlichen Vorstand benötigt, wird Gerhard Stratthaus, 70, übergangsweise einspringen. In der kommenden Woche wird der Rothaus-Aufsichtsrat den ehemaligen baden-württembergischen Finanzminister (CDU) bis zum Jahresende als Vorstand bestimmen. Stratthaus war mehr als zehn Jahre Aufsichtsratsvorsitzender der Brauerei und fungiert auch heute, nach dem Regierungswechsel, noch als einfaches Aufsichtsratsmitglied.

„Die Grünen und die SPD sind auf mich zugekommen und haben mich gefragt“, bestätigte Stratthaus gestern auf Anfrage den bevorstehenden Wechsel in den Vorstand. Er geht jedoch davon aus, die Chefrolle nicht länger als bis zum Jahresende ausüben zu müssen. Wichtig sei, dass die Brauerei im Landesbesitz bleibe und weiter hohe Dividenden an den Eigner ausschütten könne. „Dafür müssen wir schauen, ob wir auch mehr ins Ausland exportieren können“, sagt Stratthaus.

Sollte Thomas Schäuble in den kommenden Monaten nicht genesen, könnte es sein, dass der Aufsichtsrat früher als geplant dauerhaft einen neuen Vorstand bestellt. Die politische Konstellation im Land gäbe der grün-roten Regierung dann die Möglichkeit, einen Parteigänger in den Hochschwarzwald zu schicken. Nähere Überlegungen in dieser Frage gibt es dem Vernehmen nach noch nicht. Wichtig sei zuallererst, dass Vorstand Thomas Schäuble schnellstmöglich genese, heißt es im Aufsichtsrat, in dem jetzt Agrarminister Alexander Bonde (Grüne) den Vorsitz hat.

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