RSG: Gymnastik International Gastgeberinnen gewinnen alle Einzelfinals
Darja Varfolomeev vom TSV Schmiden gewinnt beim Heimturnier „Gymnastik International“ mit Reifen und Keulen. Lada Pusch siegt mit dem Ball, Viktoria Steinfeld zudem mit dem Band.
Darja Varfolomeev vom TSV Schmiden gewinnt beim Heimturnier „Gymnastik International“ mit Reifen und Keulen. Lada Pusch siegt mit dem Ball, Viktoria Steinfeld zudem mit dem Band.
Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin hat sich rar gemacht und dennoch alle überstrahlt. Nur mit zwei Geräten, dem Reifen und den Keulen, ist Darja Varfolomeev vom TSV Schmiden beim Heimturnier „Gymnastik International“ in der 1-2-3-Sporthalle am Wochenende aufgetreten – und hat beide Gerätefinals gewonnen. Ihre Vereins- und Trainingsgefährtinnen sprangen in die Bresche: Lada Pusch siegte im Finale mit dem Ball, Viktoria Steinfeld im Finale mit dem Band.
Den Mehrkampf bei der 30. Auflage des Traditionsturniers holte sich Darya Viarenich aus Belarus, die unter der Flagge der Athlètes Individuels Neutres, kurz AIN, der „Individuellen Neutralen Athleten“ turnt. Die Lokalmatadorinnen mischten sich in den Kampf um Platz eins mit Reifen, Ball, Keulen und Band erst gar nicht ein. Vom 12. bis 16. August werden in der Festhalle in Frankfurt am Main die Weltmeisterschaften ausgetragen. Die Vorbereitungen und das Training der besten deutschen Gymnastinnen sind auf den Höhepunkt Heim-WM ausgerichtet. Und so präsentierte sich zum Auftakt ins Gymnastik-Jahr keine der Deutschen in der Meisterklasse mit allen vier Geräten. Der Stützpunkt ging dennoch nicht leer aus. Auf dem dritten Platz hinter Siegerin Viarenich und der Französin Helene Karbanov landete die Schweizerin Lauren Grüniger, die seit langem in Schmiden trainiert.
Die Finals am Sonntag waren dann ganz in Schmidener Hand. Mit ihrer neuen Übung mit den Keulen, die Darja Varfolomeev erstmals öffentlich präsentierte, hatte die 19-Jährige am Samstag die Turnierhöchstnote von 30,50 Punkten bekommen. Auch im Finale gewann sie klar vor der Ungarin Elena Vukmir. Mit dem Reifen war die Olympiasiegerin von Paris 2024 und mehrfache Weltmeisterin am Sonntag ebenfalls nicht zu schlagen, auch nicht von Mehrkampfsiegerin Darya Viarenich, die mit gut einem Punkt weniger Silber holte.
Dass alle Finalsiege im Einzel in Schmiden blieben, lag an den starken Auftritten von Lada Pusch und Viktoria Steinfeld. Und fast hätte die Nationalgruppe, die ebenfalls im Stützpunkt beheimatet ist, den Triumph der Gastgeberinnen komplett gemacht. Das Team hatte mit einem nahezu fehlerfreien Auftritt mit fünf Bällen sowie einer soliden Leistung mit drei Reifen und zwei Paar Keulen den Sieg im Mehrkampf am Samstag geholt. Doch dann schlug über Nacht ein Magen-Darm-Virus bei Helena Ripken zu und die deutsche Gruppe musste ebenso wie die aus Frankreich und Großbritannien, bei denen es ebenfalls Betroffene gab, auf den Start in den Gerätefinals verzichten.