RSG: TSV Schmiden Mit den Keulen eine Klasse für sich
Beim Gymnastik-Weltcup in Taschkent gewinnt Darja Varfolomeev vom TSV Schmiden zwei Gerätefinals und wird Zweite im Mehrkampf.
Beim Gymnastik-Weltcup in Taschkent gewinnt Darja Varfolomeev vom TSV Schmiden zwei Gerätefinals und wird Zweite im Mehrkampf.
Olympiasiegerin und Weltmeisterin Darja Varfolomeev vom TSV Schmiden ist bei ihrem ersten Weltcup-Auftritt in diesem Jahr in Taschkent beeindruckend auf die große internationale Bühne zurückgekehrt. Die 19-jährige Gymnastin gewann die Finals mit Ball und Band und gewann Silber im Mehrkampf sowie Bronze mit dem Reifen. Die am Stützpunkt in Schmiden angesiedelte Nationalgruppe musste derweil nach ihrem großartigen Auftritt beim Weltcup in Sofia, als sie Silber im Mehrkampf holte, in der usbekischen Hauptstadt einen Rückschlag verkraften.
Im Mehrkampf kam Darja Varfolomeev auf 112,65 Punkte und belegte Platz zwei knapp hinter Mariia Borisova von den Individuellen Neutralen Athleten (AIN) mit 113,50 Punkten und vor der Lokalmatadorin Takhmina Ikromova (110,90). Viktoria Steinfeld vom TSV Schmiden kam in dem hochklassig besetzten Weltcup auf Rang 26 (100,20 Punkte), ihre Vereinsgefährtin Lada Pusch wurde 28. mit 99,90 Punkten.
In den Gerätefinals am Sonntag glänzte Darja Varfolomeev. Mit ihrer neuen Keulenübung überwand sie dabei die magische 30-Punkte-Marke (30,25) und gewann Gold, ebenso wie mit dem Band (29,65 Punkte). Mit dem Reifen erkämpfte sich die 19-Jährige Bronze mit 28,50 Punkten und mit dem Ball landete sie auf dem fünften Platz (26,80).
Isabell Sawade, die deutsche Teamchefin, war mit dem Auftritt und Abschneiden der deutschen Topgymnastin „sehr zufrieden“. Nach dem ersten Tag, dem Freitag, an dem Darja Varfolomeev einige Fehler mit Reifen und Ball hatte, habe sie sich steigern können. „Keulen und Band im Finale waren schon richtig gut. Wir sind da in jedem Fall auf dem richtigen Weg“, sagte Isabell Sawade mit Blick auf die Heim-Weltmeisterschaften im August in Frankfurt.
Nach dem furiosen Weltcup-Auftakt in Sofia reihte sich die Nationalgruppe in Taschkent auf Position elf mit 44,25 Punkten ein. Olivia Falk, Anja Kosan, Alina Ott, Helena Ripken, Anna-Maria Shatokhin und Emilia Wickert patzten sowohl mit fünf Bällen als auch mit drei Reifen und zwei Paar Keulen im Mehrkampf und konnten sich diesmal für kein Finale qualifizieren. Es sei natürlich schade, dass die Gruppe ihre guten Leistungen von Sofia nicht bestätigen konnte, erklärte Teamchefin Sawade. „Insgesamt sind die Gruppenübungen eine große Herausforderung und sehr risikoreich.“