RSG: TSV Schmiden Rückschau auf ein erfolgreiches Gymnastikjahr 2025

Darja Varfolomeev startet bei den Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro als fünffache Titelverteidigerin und gewinnt erneut fünfmal Gold. Foto: imago/Beautiful Sports

Die Gymnastinnen vom Bundesstützpunkt in Schmiden haben in den vergangenen zwölf Monaten nahtlos an die Vorjahreserfolge angeknüpft.

Gymnastikkönigin Darja Varfolomeev hat den krönenden Schlusspunkt hinter ein erfolgreiches Jahr gesetzt. Bei der Gala zur Wahl der Sportler des Jahres 2025 am vergangenen Samstagabend im Kurhaus in Baden-Baden stand die Vorjahressiegerin erneut auf dem Treppchen. Mit 1701 Stimmen landete die 19-Jährige vom TSV Schmiden auf dem zweiten Platz, nur knapp geschlagen von Biathletin Franziska Preuß, die 1749 Stimmen der Sportjournalistinnen und -journalisten erhalten hatte. Nicht nur für den Star der Szene geht ein gutes Jahr zu Ende. Denn die Gymnastinnen vom Bundesstützpunkt Schmiden unterstrichen auf nationaler Ebene ihre Ausnahmestellung.

 

Bei der DM gewinnen die TSV-Athletinnen alle Medaillen

Bei den deutschen Meisterschaften im Juni in Dresden dominierten die Schmidenerinnen die Konkurrenz und holten alle Titel und alle Medaillen. Fünfmal Gold – im Mehrkampf und mit Reifen, Ball, Keulen und Band – erturnte sich Darja Varfolomeev. Drei silberne Medaillen und einmal Bronze gewann Anastasia Simakova. Margarita Kolosov holte Silber und Bronze, zweimal Bronze und einmal Silber sicherte sich Viktoria Steinfeld, und zweimal Bronze gingen an Lada Pusch, die sich den dritten Platz im Ballfinale mit Anastasia Simakova teilte. „Wir haben derzeit in Deutschland fünf tolle Gymnastinnen und alle sind auf Weltklasseniveau“, sagte Isabell Sawade, die Teamchefin für Rhythmische Sportgymnastik beim Deutschen Turner-Bund.

Margarita Kolosov setzt bei Studenten-WM ein Ausrufezeichen

In zwei spannenden Qualifikationsrunden für den Jahreshöhepunkt, die Weltmeisterschaften im August in Rio de Janeiro, setzten sich schließlich Darja Varfolomeev und Anastasia Simakova durch. Margarita Kolosov, die bei den Olympischen Spielen in Paris als Vierte nur knapp Edelmetall verpasst hatte, flog nicht mit nach Rio. Doch die 21-Jährige hatte bereits im Juli mit dem ersten Gewinn einer Goldmedaille in der Rhythmischen Sportgymnastik bei den Studentenweltmeisterschaften ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Im Finale mit dem Ball bei den World University Games in Essen hatte sie mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,05 Notenpunkten die favorisierte Alina Harnasko aus Belarus besiegt.

Erneut fünfmal Gold für Varfolomeev bei der WM

In die Weltmeisterschaften vom 20. bis 24. August ging Darja Varfolomeev als fünffache Titelverteidigerin – und holte wieder fünfmal Gold. Die Schmidenerin gewann den Mehrkampf sowie die Gerätefinals mit Ball, Keulen und Band und stand erstmals gemeinsam mit Anastasia Simakova und der Nationalgruppe in der Teamwertung oben auf dem Treppchen. Denn nicht nur die Olympiasiegerin lieferte in Brasilien ab. Ihre Vereins- und Trainingsgefährtin Simakova gewann Bronze mit dem Reifen, und die in Schmiden angesiedelte Nationalgruppe mit Helena Ripken, Anja Kosan, Emilia Wickert, Anna-Maria Shatokhin, Olivia Falk und Melanie Dargel verpasste zwar den Einzug in ein Gerätefinale, trug aber mit ihrem achten Platz im Mehrkampf entscheidend zur Goldmedaille für das Team bei.

Zum vierten Mal hintereinander deutsche Vereinsmeisterinnen

Sportlich endete das Jahr – wie könnte es anders sein – mit Erfolgen. Anfang Dezember gewannen die Schmidener Gymnastinnen – angeführt von Darja Varfolomeev, Anastasia Simakova und Margarita Kolosov – zum vierten Mal in Folge die deutsche Vereinsmeisterschaft. Vor einem begeisterten Publikum in der heimischen 1-2-3-Sporthalle in Schmiden bezwangen sie im Finale der Deutschen Turnliga die Gäste vom TSV Bayer 04 Leverkusen klar mit 18:9 Scorepunkten. Und mit dem zweiten Platz bei der deutschen Sportlerwahl hat Darja Varfolomeev nicht nur auf der Wettkampffläche nahtlos ans erfolgreiche Olympiajahr angeknüpft.

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