Dieser Artikel ist exklusiv für Abonnenten. Lesen Sie jetzt mit StZ Plus weiter. Hier geht's zum Angebot

Rückkehr der Klimakiller in Tübingen OB Palmer will Heizpilze erlauben

Von  

Ausgerechnet der grüne Tübinger Oberbürgermeister setzt auf die Rückkehr der umweltschädlichen Bürgersteigbeheizung. In Corona-Zeiten müsse den Gastronomen geholfen werden, sagt Palmer – und das obwohl er einst Vorreiter beim Verbot der Heizpilze war.

In Tübingen  sind die umweltschädlichen Heizpilze eigentlich verboten.   OB Boris Palmer   will die wärmenden Strahler wieder zulassen, um den wirtschaftlich angeschlagenen Gastronomen in der Altstadt zu helfen. Foto: dpa/Christoph Soeder
In Tübingen sind die umweltschädlichen Heizpilze eigentlich verboten. OB Boris Palmer will die wärmenden Strahler wieder zulassen, um den wirtschaftlich angeschlagenen Gastronomen in der Altstadt zu helfen. Foto: dpa/Christoph Soeder

Tübingen - Als Klimakiller haben sie einen schlechten Ruf, doch in Corona-Zeiten sollen sie die kriselnde Gastronomie retten: Heizpilze. Vielerorts in Baden-Württemberg sind sie verboten – in der Altstadt von Konstanz, Ludwigsburg und winters auch in Stuttgart. Ausgerechnet in Tübingen, das 2007 unter den bundesweit ersten Kommunen war, die die Heizstrahler im Außenbereich untersagten, ist jetzt eine Kehrtwende geplant. „Das Überleben der Gastronomen ist wichtiger als der Energieverbrauch der Heizpilze“, sagt der grüne Oberbürgermeister Boris Palmer und gibt sich „radikalpragmatisch“, wie er über sich selbst sagt. Die Außenbewirtschaftung, die normalerweise im Oktober ende, werde ausnahmsweise den ganzen Winter über erlaubt – samt Bürgersteigbeheizung.

Unsere Empfehlung für Sie