Rückruf Rückrufe von Unternehmen oder staatlichen Überwachungsstellen

Wirtschaft: Imelda Flaig (imf)
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Oft gehen Rückrufe von den Unternehmen selbst aus – etwa wenn sie bei Stichproben Mängel feststellen, die möglicherweise auch bei ausgelieferten Produkten auftreten können. Unangenehmer ist es, wenn staatliche Überwachungsstellen die Rückrufe anordnen, wie dies etwa bei der bayerischen Großmetzgerei Sieber der Fall war. Weil in einigen Warenproben Listerien – Bakterien, die vor allem die Gesundheit von Kleinkindern und Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährden können – gefunden wurden, musste die Firma auf Geheiß des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ihr gesamtes Sortiment zurückrufen. Mehr als 100 Tonnen Wurstwaren wurden vernichtet. Die Firma hat mittlerweile Insolvenz angemeldet.

Mars hat freiwillig Millionen von Schokoriegeln vernichtet

Nicht immer endet es für die Unternehmen so dramatisch. In den meisten Fällen entschließen sich Hersteller ohne Druck der Behörden für einen Rückruf, wenn es Pannen gab – wie etwa der Süßwarenkonzern Mars, der Millionen von Schokoriegeln freiwillig vernichten ließ. Langfristig schätzten Verbraucher solches Handeln, sind sich Krisenexperten einig.

Manchmal kommen auch Rückrufe beziehungsweise die Rücknahme oder die Verbessrung von Produkten aufgrund der Testergebnisse der Stiftung Warentest zustande, bestätigt Holger Brackemann, Leiter des Bereichs Untersuchungen. Darunter waren schon Autokindersitze, automatische Bewässerungsanlagen oder Kinder-Buggys. Verbraucher jedenfalls sollten Rückrufe nicht ignorieren, heißt es bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Wer einen Rückruf ignoriert, dem kann nicht nur ein Unfall drohen, sondern auch der Verlust von Schadenersatzansprüchen.

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