Rücktritt von Andrea Nahles Scholz will nicht Parteivorsitzender werden

Von red/dpa 

Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles dreht sich das Personalkarussell bei der SPD. Unter den Kandidaten, die als mögliche Nachfolger gehandelt werden, ist auch Olaf Scholz. Der äußert sich zu der Spekulation.

Olaf Scholz ist einer der Politiker, die als mögliche Nachfolger von Andrea Nahles gehandelt werden. Foto: dpa
Olaf Scholz ist einer der Politiker, die als mögliche Nachfolger von Andrea Nahles gehandelt werden. Foto: dpa

Berlin - Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat ausgeschlossen, dass er neuer SPD-Vorsitzender wird - sowohl kommissarisch als auch dauerhaft. „Nein, ich halte das mit dem Amt eines Bundesministers der Finanzen nicht zeitlich zu schaffen“, sagte er am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Anne Will“. Man müsse es so organisieren, dass das zu einer vernünftigen Lösung kommt. Es sei nicht richtig, wenn einer versuchen würde, alle Ämter an sich zu binden.

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Auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil strebt nicht an, den Parteivorsitz zu übernehmen. „Ich bin und bleibe furchtbar gerne Ministerpräsident aus Niedersachsen und habe keine anderen Ambitionen“, sagte Weil am Sonntag dem NDR-Regionalmagazin „Hallo Niedersachsen“ laut Internetseite des Senders. Weil wurde bisher wie auch die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, als möglicher Nachfolger von Nahles gehandelt.

Die SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles hatte am Sonntag überraschend ihren Rücktritt angekündigt. Die Partei muss nun die Nachfolge regeln.