Der Herrenberger Fruchtkasten wird runderneuert Neues Raumkonzept hinterm Fachwerkgiebel

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So stellt sich das Stuttgarter Büro Brückner den Herrenberger Fruchtkasten vor: Großzügige Eingangshalle, Sitzplätze im Außenbereich, die Exponate des Stadtmuseums werden unter den Dachgauben präsentiert.

Holzlamellen gestalten den Eingang  zur Straße hin. Foto: Stadt Herrenberg
Holzlamellen gestalten den Eingang zur Straße hin. Foto: Stadt Herrenberg

Herrenberg - Einst war er der alte Getreidespeicher der Stadt Herrenberg, jetzt dient der Fruchtkasten unter anderem als Stadtmuseum. Aufwerten, renovieren, neu konzipieren, das will die Stadt Herrenberg das Jahrhunderte alte Gebäude schon lange. Die Jury des Architektenwettbewerbs hat am Freitagabend den Entwurf des Stuttgarter Büros Brückner zum Sieger des Wettbewerbs gekürt.

Nach den Vorstellungen des Büros bekommt der Fruchtkasten eine neue Erdgeschosshalle. Die Nordfassade wird mit Holzlamellen versehen, die den „Blick in das Gebäude filtern und lenken“, wie es in der Begründung der achtköpfigen Jury aus Sachverständigen heißt.

Die Fußgängerzone in der Wilhelmstraße sollte länger werden

Der Jury gefiel es, dass es Sitzplätze im Außenbereich gibt, auch wenn sie die Stühle in der engen Gasse auf der Westseite für wenig sinnvoll erachtet. Die Jury schlägt allerdings vor, die Fußgängerzone bis zur Wilhelmgasse zu verlängern, um den Fruchtkasten noch stärker ins Stadtgefüge einzubinden. Der Platz auf der Südseite soll dagegen in seiner Intimität erhalten bleiben, weshalb in diesem Entwurf im Süden keine baulichen Eingriffe vorgesehen sind. Die Eingangshalle im Erdgeschoss ist zum Teil zweigeschossig und lenkt den Blick auf das romanische Steinhaus und die Stadtmauer. Café, Touristeninformation und Regionalmarkt sind in einem offenen Raumkonzept verbunden. Integriert in einen Steinraum des 13. Jahrhundert wird ein Stadtmodell.

Das Café im ersten Obergeschoss wird in erster Linie bei Veranstaltungen geöffnet werden. Die Dauerausstellung im dritten Obergeschoss soll ein lohnendes Ziel am Ende der Tour durch den Fruchtkasten sein, zumal der Dachstuhl mit den Gauben die Exponate inszeniert. Im Dachgeschoss sind auch Räume für die Verwaltung untergebracht.

Allerdings: Ob der Fruchtkasten gemäß den Plänen des Büros Brückner auch umgebaut wird, ist eine andere Frage. Das entscheidet letztlich der Herrenberger Gemeinderat.




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