Rutesheim Auf den Spider folgt die kleine Knutschkugel

Von Hans Jörg Ernst 

Ob Coupé oder Pick-Up: Zwei Tage lang zeigen die lokalen Autohändler, was der Markt zu bieten hat.

Das sonnige Wetter zieht jede Menge Besucher zur Rutesheimer Autoschau. Foto: factum/Bach
Das sonnige Wetter zieht jede Menge Besucher zur Rutesheimer Autoschau. Foto: factum/Bach

Rutesheim - „Autoschauwetter“, lachen Erik und Jörg Epple. Die Sonne strahlt, der Himmel ist blau – und das von früh bis spät. Die beiden Autohauschefs stehen am Samstag kurz nach Mittag noch ganz entspannt auf der Flachter Straße und unterhalten sich.

Lange geht das nicht mehr, denn es wird am Nachmittag zusehends voll ­­und voller. Am Sonntag dann platzt die Stadtmitte aus allen Nähten. Tausende Besucher strömen auf die Rutesheimer Autoschau, die von unserer Zeitung veranstaltet wird, um die neuesten Modelle zu sehen und sich bei den Ausstellern über etliche Services rund um die vier Räder zu informieren. Zudem locken Reisen, Gewinnspiele, Vorführungen und am Sonntag offene Geschäfte mit zum Teil besonderen Autoschauangeboten.

„Das gute Wetter habe ich natürlich bestellt“, lacht Ludger Mäule, der die Autoschau für die Leonberger Kreiszeitung organisiert. Gut vorbereitet läuft dann auch alles glatt. Aussteller und Besucher zeigen sich erneut rundum zufrieden. Hinein sitzen, anfassen, ausprobieren - das Angebot an Automodellen ist riesig.

Keine Wünsche bleiben offen

KIA, Toyota, Subaru, BMW, Mini, Audi, VW, Skoda, Citroën, Fiat, Alfa, Hyundai, Ford, Suzuki, Mazda, Volvo, Seat, Isuzu und Opel: 19 Automarken und zehn regionale Autohäuser lassen keine Wünsche auf der Automeile offen. Auf den Spider folgt die kleine Knutschkugel. Kombis wechseln sich mit Coupés und Kleinwagen ab. Dazwischen dicke Geländelimousinen und gewaltige Pick-Up-Trucks. Glänzendes Blech in vielen Farben und Formen.

Die Cabrios sind bei dem Kaiserwetter natürlich oben ohne. Im Fortgang der Leonberger Straße lösen bei Weeber grüne und blaue Luftballons das Meer der Roten ab. Und auch das Maskottchen Weebär, der in seinem dicken Kunstpelz bei knapp 24 Grad Celsius bestimmt schwitzen muss, verschenkt bunte Luftballons an die Kinder. Hybrid oder Elektroantrieb spielen in diesem Jahr auf der Schau wichtige Rollen.

Auf einem Monitor läuft ein Film über Fahrerassistenzsysteme. „Haben Sie das gesehen?“, fragt eine Autoschaubesucherin. „Das Auto zeigt ein Symbol an, wenn man müde wird. Dann sollte man eine Ruhe­pause einlegen. Das finde ich witzig“, lacht sie und wendet sich dem Panoramadach des Mini Clubman zu.

Ein rassiger Mustang

Etliche Autos weiter sitzt Martin Hartmann in einem Seat Ateca und hält das Lenkrad fest in Händen. „Mein Auto zuhause ist schon älter.“ Auf der Autoschau will er sich einen Überblick verschaffen. „Heute ist ja Geschwindigkeit nicht mehr so das Thema. Aber der Verbrauch und der Preis sind wichtig“, erklärt der Mönsheimer. Wichtig ist ihm zudem die Ausstattung. „Musik, Klimaanlage, möglichst Automatikgetriebe und Sitzheizung. Aber das, was die Fahrzeuge heute alles drin haben, das ist ja schon fast viel zu viel.“

Viel haben auch die Schüler der 7. Klasse des Gymnasiums zu bieten – in Form von selbst gebackenen Kuchen. Fast 20 Stück haben die Eltern beigesteuert, fürs Schullandheim. „Wir haben Muffins, Erdbeerkuchen, Käsekuchen, Schokokuchen, Apfelkuchen“, zählt der 12-jährige Vincenz auf.

Er und sein Kumpel Max haben gleich Dienst am Stand. Über die Automeile sind sie schon gelaufen und haben auch schon ihren Favoriten gefunden: „Der Ford Mustang eindeutig“, sind sie sich einig. Der parkt prominent als rassiges rotes Coupé mitten auf der Flachter Straße.