Rutesheim: Ferienprogramm mit Seeräubern Mit dem Pirat Hasenzahn geht es auf Schatzsuche

Von Celine Endres 

Der Kreis Junger Christen entführt Jungen und Mädchen beim Ferienprogramm in die Welt der Seeräuber.

Die kleinen (und auch die großen Piraten) haben Spaß. Foto: factum/Granville
Die kleinen (und auch die großen Piraten) haben Spaß. Foto: factum/Granville

Rutesheim - Ganz am angrenzenden Wald, nahe der S-Bahn-Station, steht das braune KJC-Haus (Kreis Junger Christen). Ein neuer Anbau vergrößert die Räumlichkeiten im Inneren. Am frühen Nachmittag bringen die Eltern ihre Kinder zum Ferienprogramm „Piraten auf Seefahrt“ des KJC-Vereins. Am Sommerferienprogramm beteiligt sich der Verein seit circa 20 Jahren.

Die Jungen und Mädchen sind zwischen drei und sieben Jahre alt. Die Kinder werden an einem Tisch begrüßt und bekommen ein Namensschild. Viele der Kleinen kennen sich aus dem Kindergarten und freuen sich besonders, ihre Freunde in den Ferien zu sehen. Es gibt einen Jungen, der sogar sein Piratenkostüm trägt. Der Säbel und die Augenklappe sind natürlich auch dabei. Ein Mädchen hat ebenfalls in der Verkleidungskiste daheim rumgekramt, sie trägt ein pinkfarbiges Prinzessinenkleid und eine Krone. Andere Jungen und Mädchen haben auch eine Augenklappe dabei.

Ein Schiff aus Poolnudeln

Die 16 Ehrenamtlichen sind ziemlich im Stress mit so vielen Kindern und mit dem Aufbau des Spielenachmittages. Günter Dums, Erster Vorsitzender des Vereins, und die Zweite Vorsitzende Marina Häffner helfen tatkräftig mit. Zu Anfang setzen sich die Kinder in einen Kreis, und Marina Häffner liest eine Geschichte über einen Piraten vor. Der Pirat Hasenzahn wird auf dem Schiff von seinem Vater und den anderen Piraten verspottet, weil er so klein ist, und weil er die Räuberei nicht mag. Eines Tages entdeckt er ein geheimnisvolles Funkeln im Wasser.

Damit hört die Geschichte auf. Dann bekommen die Kinder alle ein gefaltetes Papierboot mit ihrem Namen. Es gibt verschiedene Stationen, im Haus können die Mädchen und Buben einen Piraten und ein Schiff aus Poolnudeln bauen. Das Schiff wird gegen Abend auf alle Fälle zu Hause in der Badewanne ausprobiert. Außerdem gibt es einen Teig, woraus man einen Rettungsring macht. „Mir macht das sehr großen Spaß hier. Gut, dass mich meine Mama angemeldet hat“, erzählt der vierjährige Benjamin und lacht. Die Rettungsringe werden im Ofen gebacken und dann mit Süßigkeiten wie Glitzerperlen und Gummibärchen verziert.

Draußen gibt es zwei Parcours zu überwinden. Jasmin Winkler, eine der Ehrenamtlichen, die den einen Parcours überwacht, hat mit blauen Mülltüten Kisten, Tische und Stühle abgedeckt, damit es aussieht wie ein Meer, das Wellen schlägt. Überall hüpfen die Kleinen über den „Wasserparcours“, Jasmin Winkler hilft ihnen dabei.

Viele Betreuer gehen anschließend erstmal in Urlaub

Die Station von Matthias Seibert ist dann doch etwas anstrengender. Ein Tischtennisball, der auf der Wasseroberfläche eines randvollen Bechers liegt, muss auf die Oberfläche eines zweiten genau so befüllten Bechers gepustet werden. Als Stärkung gibt es fünf Kilo Waffelteig, der zur Verarbeitung bereit steht.

Die Besonderheit an diesem Ferienprogramm ist, dass bereits Kinder im Alter von drei Jahren mitmachen können. „Wir wollen die Jüngeren einladen, weil es für sie kaum Kurse gibt, an denen sie teilnehmen können“, sagt Günter Dums. Die Veranstaltung, die am späten Nachmittag wieder endet, ist so angesetzt, dass es für die Buben und Mädchen nicht zu spät wird.

Günter Dums und die Mitarbeiter sind erst wenige Tage zuvor aus dem zweiwöchigen Zeltlager aus Burgberg zurückgekommen. Da war der Aufbau der Piratenstation bis zum Dienstagnachmittag sehr stressig. „Die Zeit jetzt, erst das Zeltlager und dann das Sommerferienprogramm, ist immer sehr viel Stress, deshalb gehen auch viele Mitglieder, die hier helfen, danach erst einmal in den Urlaub“, erklärt er. Seit Kurzem gibt es einen neuen Internetauftritt über den Verein. Dort kann man alles über andere Aktionen wie Kindertanzen und den Jugendclub in Ruhe nachlesen.