S-21-Arbeiten am Hauptbahnhof Stuttgart Das ändert sich für Bahnreisende und Autofahrer

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Immer wieder sorgen die S-21-Arbeiten für Änderungen um und im Hauptbahnhof. Jetzt müssen sich Bahnreisende und Autofahrer auf eine neue Situation im Bahnhof sowie auf den Straßen davor einstellen.

Der neue Aufzug soll am 27. August in Betrieb gehen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Der neue Aufzug soll am 27. August in Betrieb gehen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Reisende, die im Hauptbahnhof von den Fern- und Regionalzügen zur S-Bahn-Station im Untergeschoss wollen und keine Treppen benutzen können, müssen in den kommenden drei Wochen einen noch längeren Weg in Kauf nehmen. Der Aufzug zwischen der Bahnhofshalle im Bonatz-Bau und dem S-Bahnsteig ist seit Montag geschlossen. Bis Ende des Monats montiert die Bahn dort eine neue Anlage. Aber auch für Autofahrer, die rund um den Bahnhof unterwegs sind, bringt der Fortgang der S-21-Arbeiten Änderungen.

Aufzug wird komfortabler

S-Bahn-Aufzug: Für Radler und Eltern mit Kinderwagen, für Reisende mit Rollkoffern oder schwerem Gepäck, für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer ist der Weg von den Bahnsteigen, an denen die Fern- und Regionalzüge halten, zur S-Bahn beschwerlich. Der Grund ist die schon seit Jahren bestehende Verlegung der Bahnsteige weg von der Bahnhofshalle im Zuge von S 21. Etwas Erleichterung verschaffte der Aufzug von der Bahnsteighalle zur S-Bahn. Doch die Anlage ist seit Montag gesperrt. Dort wird ein neuer Aufzug mit Durchladerfunktion montiert. Der Zugang zum Aufzug ist dann nicht nur von einer Seite, sondern von der Kopfbahnsteighalle und der kleinen Schalterhalle aus möglich. „Vor allem mobilitätseingeschränkten Reisenden mit Rollstuhl und Fahrradfahrern erleichtert die Durchladerfunktion das Betreten und Verlassen des Aufzugs“, sagt ein Bahn-Sprecher. Am 27. August soll der neue Aufzug in Betrieb gehen.

Bis dahin müssen Reisende, die keine Treppen nutzen können, über den Nordausgang die Rampen zur Klett-Passage nehmen, wo es Aufzüge und Rolltreppen zur S-Bahn gibt. Der Weg ist durch bunte Leitlinien markiert, auch sind große Banner aufgehängt. Allerdings weisen auf dem S-Bahnsteig die großen Tafeln weiter zum gesperrten Aufzug. Und die nutzbaren Aufzüge zwischen S-Bahn und Klett-Passage sind sehr gefragt.

Außerdem im Video: Stichwort Stuttgart 21 – warum ist das Bahnprojekt so umstritten? Was kostet es? Wann begann die Planung und wann wird der neue Bahnhof fertig sein? Mit unserem 10-Fakten-Video können Sie mitreden.

Fahrbahn wird verlegt

Gebhard-Müller-Platz: Auf der Fahrt zwischen Hauptbahnhof und Wagenburgtunnel müssen sich Autofahrer auf eine neue Verkehrsführung einrichten. Dabei werden die Fahrbahnen auf dem Gebhard-Müller-Platz wieder zurück vor das Königin-Katharina-Stift verlegt. In den nächsten beiden Wochen werden bestehende Ampeln ab- und neue aufgebaut und Markierungsarbeiten erledigt. Dabei kommt es bis zum 19. August zu Sperrungen, Umleitungen werden ausgeschildert. Die Fahrbahnverlegung ist nötig, weil nun die Tunnel von der Haltestelle Staatsgalerie zum Hauptbahnhof gebaut werden, die in Richtung Charlottenplatz sind fertig.

B 27 fast im Endzustand

Kurt-Georg-Kiesinger-Platz: An den beiden zurückliegenden Wochenenden ist die Heilbronner Straße (B 27) im Norden des Hauptbahnhofs wieder auf ihren ursprünglichen Verlauf zurückverlegt worden. Die mehrspurige Straße war wegen des Baus eines neuen Stadtbahntunnels im Zuge von S 21 mehrfach in neue Lagen verschwenkt worden. Nach Angaben der Bahn befindet sie sich nun „fast im Endzustand“.

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