S-Bahn in Filderstadt OB sieht in 15-Minuten-Takt einzigen Weg

Die Strecke nach Filderstadt nutzen täglich rund 10 000 Pendler. Foto: Archiv Julia Bosch
Die Strecke nach Filderstadt nutzen täglich rund 10 000 Pendler. Foto: Archiv Julia Bosch

Die S-Bahn könnte technisch gesehen bereits heute in einem dichteren Takt nach Filderstadt-Bernhausen pendeln. Dass sie es nicht tut und es dabei noch eine Weile bleiben könnte, ärgert den Filderstädter Oberbürgermeister.

Filderzeitung: Judith A. Sägesser (ana)

Filderstadt - Deutlich kritisch sowie ausführlich hat der Filderstädter Oberbürgermeister Christoph Traub auf die Nachricht reagiert, dass die Verbandsverwaltung Region Stuttgart dem Verkehrsausschuss empfehlen werde, den 15-Minuten-Takt für die S-Bahn nach Filderstadt-Bernhausen nicht bereits von 2021 an einzuführen. Die Grünen im Regionalparlament hatten einen entsprechenden Antrag gestellt. Laut Verbandsverwaltung solle zunächst abgewartet werden, denn „aufgrund des Mischverkehrs mit Fern- und Regionalzügen“ seien „zunächst weitere Abstimmungen in den laufenden Diskussionen zum Zielfahrplan Stuttgart 21 erforderlich“.

In seinem Brief an die Fraktionsvorsitzenden der Regionalversammlung hat Traub auf zweieinhalb Seiten zusammengefasst, warum er die Empfehlung der Verbandsverwaltung für einen Fehler hält. Am 18. November soll der Verkehrsausschuss darüber entscheiden.

Das Thema nicht nur in drei Sätzen vom Tisch wischen

Beim VVS werde diskutiert, netzweit einen 15-Minuten-Takt einzuführen. Und es sei klar, dass ein solcher Takt nach Filderstadt schon jetzt technisch möglich sei, schreibt Traub in seinem Brief. „Selbst wenn Gründe dagegen sprechen, ist es unverständlich, weshalb man die bestehende Möglichkeit mit nur drei Sätzen und einem Hinweis auf künftige Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Fernbahnhof am Flughafen quasi vom Tisch wischt“, ärgert sich Traub.

Hauptargument des Filderstädter Oberbürgermeisters ist, dass dringend in den öffentlichen Nahverkehr investiert werden müsse, um die Verkehrsprobleme – unter anderem auf den Fildern – zu lösen. „Der Umstieg von der Straße auf die Schiene und die Herstellung von Reiseketten werden geradezu konterkariert“, schreibt Christoph Traub. Für ihn spricht alles dafür, nicht länger zu warten. Aus seinem Brief geht hervor, dass er den 15-Minuten-Takt nach Filderstadt-Bernhausen am liebsten bereits zum nächsten Fahrplanwechsel gesehen hätte. Immerhin seien auf der Strecke täglich rund 10 000 Pendler unterwegs.




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