S-Bahnen auf den Fildern Noch mehr wollen den 15-Minuten-Takt

Der 15-Minuten-Takt für die S-Bahn nach Filderstadt steht zur Debatte. Foto: Julia Bosch
Der 15-Minuten-Takt für die S-Bahn nach Filderstadt steht zur Debatte. Foto: Julia Bosch

Die endgültige Entscheidung der Regionalversammlung zu einer Taktverdichtung auf der Filderebene steht noch aus. Nun macht die CDU Leinfelden-Echterdingen Druck.

Filderzeitung: Alexandra Kratz (atz)

Filder - In Filderstadt ist die Erleichterung nach der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses des Verbands Region Stuttgart groß gewesen. Ausgangspunkt war ein Antrag der Grünen gewesen. Sie forderten, dass der 15-Minuten-Takt für die S-Bahn nach Filderstadt bereits zum Fahrplanwechsel 2021 eingeführt werden solle. Doch die Verwaltung empfahl dem Ausschuss, dies abzulehnen. Man müsse zunächst den Zielfahrplan für Stuttgart 21 abwarten, hieß es unter anderem. Immerhin würden sich die S-Bahnen künftig die Gleise mit Regionalzügen teilen, das habe auch auf den S-Bahnverkehr Auswirkungen, die man aktuell noch nicht absehen könne. Der Ausschuss folgte diesem Vorschlag aber nicht, sondern forderte stattdessen vertiefte Untersuchungen dazu (wir berichteten).

Auch Investitionen in den Schienenausbau gefordert

Die endgültige Entscheidung steht also noch aus. Nun meldet sich die CDU Leinfelden-Echterdingen zu Wort. Man befürworte den Viertelstundentakt und den dafür notwendigen Schienenausbau, „um die Stabilität des S-Bahntaktes auf der Filderbahn leistungs- und zukunftsfähig zu sichern“, schreibt die Fraktionsvorsitzende Ilona Koch in einer Mitteilung. Bereits im April 2016 habe die CDU-Fraktion im Verband Region Stuttgart den stufenweisen Ausbau des 15-Minuten-Takts auf den Weg gebracht und diesen auch für die Filderbahn beantragt. Denn es gelte, „durch einen attraktiven Taktfahrplan auf den S-Bahnlinien S 2 (Filderstadt) und S 3 (Flughafen/Messe) noch mehr Pendler und Geschäftsreisende aus den südlichen Teilen der Metropolregion Stuttgart für den klimafreundlichen Verkehrsträger Schiene zu gewinnen, und somit auch einen signifikanten Beitrag zur Entlastung der Straße zu leisten“, heißt es in der Mitteilung.

Doch wer Taktverdichtungen wolle, dürfe den Schienenausbau nicht ablehnen. „Weiterentwicklung von leistungsfähigem Infrastrukturausbau ist auch Grundlage für die Mobilität 2030“, schreibt Ilona Koch. Ihre Kritik zielt auf Bündnis 90/Die Grünen, die zwar den Viertelstundentakt auf der Filderbahn fordern würden, jedoch gegen den notwendigen Schienenausbau seien.




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