S-Bahnhof Zuffenhausen Aufzüge am S-Bahnhof sind wochenlang außer Betrieb

Von Leonie Schüler 

Die Deutsche Bahn Stuttgart wartet noch auf Ersatzteile, um die beiden Lifte reparieren zu können. Die Kosten für die Reparatur werden auf rund 5000 Euro pro Aufzug geschätzt.

Stillstand: Wer in Zuffenhausen zum Gleis gelangen will, muss zu Fuß gehen. Foto:  
Stillstand: Wer in Zuffenhausen zum Gleis gelangen will, muss zu Fuß gehen. Foto:  

Zuffenhausen - Seit Dezember stehen die zwei Aufzüge am Zuffenhäuser S-Bahnhof still. An jenem Lift, der zu Gleis 11 führt, ist laut einer Sprecherin der Deutschen Bahn (DB) Stuttgart die Türschiebe-Einrichtung kaputt. Am anderen Aufzug, der Fahrgästen den Weg zu den Gleisen 4 und 5 erleichtert, sei ein Teil aus dem Sicherheitssystem defekt. „Beide Ersatzteile haben eine Lieferzeit von etwa sechs Wochen. Es wird also Mitte bis Ende Februar, bis sich was tut“, sagt die Sprecherin. Sie schätzt, dass die Reparatur pro Aufzug rund 5000 Euro kosten wird.

Hauptproblem: Vandalismus

Die Aufzüge sind noch recht jung: Sie sind in den Jahren 2007 und 2012 neu eingebaut worden. „Normal rechnen wir mit einer Verschleißzeit von 15 Jahren. Wenn davor etwas kaputt geht, dann hat das fast immer was mit Vandalismus zu tun“, so die DB-Sprecherin. Häufig seien es schon Kleinigkeiten wie zum Beispiel Kaugummis, welche die Lifte ins Stocken bringen. „Das tut uns wahnsinnig Leid, aber leider ist gegen Vandalismus kein Kraut gewachsen.“ Die Bahn-Mitarbeiterin bedauert, dass für Eltern mit Kinderwagen, gehbehinderte oder ältere Menschen die derzeitige Situation sehr beschwerlich ist. Sie hofft, dass sich die Passanten gegenseitig helfen. Wenn Mitarbeiter der Deutschen Bahn „zufällig dort sind“, würden freilich auch sie behilflich sein.

Wie häufig die Zuffenhäuser Aufzüge seit ihrer Installation kaputt gegangen sind, dazu liegen der DB-Sprecherin keine Zahlen vor. Im Durchschnitt würden jedoch am Tag zwischen sieben und zehn Störmeldungen für alle 106 Aufzüge und 68 Rolltreppen, welche die Deutsche Bahn in Stuttgart betreibt, eingehen. „Vieles ist aber schnell wieder behoben“, sagt sie, nicht immer müsste lange auf Ersatzteile gewartet werden. Im Jahr gebe die Deutsche Bahn rund 1,2 Millionen Euro für Reparatur und Wartung von Aufzügen und Rolltreppen an Stuttgarter S-Bahnhöfen aus. Ein hauseigenes Handwerkerteam sehe nach dem Rechten. An S-Bahnhöfen, wo besonders häufig Schäden auftreten – „Sorgenkind“ sei die Haltestelle Universität –, schauten die Handwerker prophylaktisch jeden Tag nach dem Rechten.

Wer eine Störung entdeckt, kann dies unter der Telefonnummer 20 92 10 55 der so genannten 3S-Zentrale des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) mitteilen. „3 S“ steht hierbei für Service, Sicherheit und Sauberkeit.

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