S-Süd/S-Mitte Beliebter Bio-Markt muss dicht machen

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Der Alnatura-Markt in der Tübinger Straße schließt nächsten Monat. Viele Kunden dürften das bedauern. Doch das Unternehmen sucht nach einem neuen Standort in der Innenstadt und eröffnet im Herbst in Zuffenhausen einen weiteren Markt.

Am 15. Februar schließt die Filiale. Foto: Kathrin Wesely
Am 15. Februar schließt die Filiale. Foto: Kathrin Wesely

S-Süd - Eigentlich brummt der Laden: Der Biosupermarkt vis à vis des Gerber ist zu jeder Tageszeit gut besucht. Dennoch wird er Mitte Februar schließen. Warum? Der Mietvertrag wird nicht verlängert, teilt Alnatura auf Anfrage mit. Die 15 dort beschäftigten Mitarbeiter könnten in eine der beiden anderen Filialen in Degerloch oder am Killesberg wechseln oder aber in den Markt in Esslingen.

Steigender Umsatz

Der Alnatura Markt an der Tübinger Straße war der erste in Stuttgart gewesen, als er im Juni 2005 eröffnete. Umsatzzahlen mag das Unternehmen nicht nennen, aber es bestätigt, dass die Filiale bis zuletzt „sehr beliebt bei unseren Kundinnen und Kunden“ war. Für einen Bioladen ist der Markt mit einer Verkaufsfläche von 650 Quadratmetern und rund 6000 Bio-Produkten relativ groß und deckt viele Bedarfe ab. Jetzt ist man auf der Suche nach einem Ersatzstandort in der Innenstadt, berichtet eine Sprecherin des Unternehmens. Dessen ungeachtet, solle voraussichtlich im Herbst dieses Jahres ein neuer Alnatura-Markt in Zuffenhausen in der Frankenstraße 3 eröffnen.

Alnatura contra dm

135 Märkte unterhält das Unternehmen mit Sitz in Darmstadt bundesweit, 30 davon in Baden-Württemberg. Der Umsatz wurde zuletzt mit netto 901 Millionen Euro angegeben und einem Plus von fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter beträgt 3150. Das Netz der Handelspartner ist ungleich weiter gespannt als das der eigenen Filialen: Größen wie Edeka, Rossmann oder Migros gehören dazu. Sie alle führen Bioprodukte von Alnatura. Bis 2014 zählte auch die Drogeriemarktkette dm zu den Partnern, die von da an aber begann, eigene Bio-Lebensmittel anzubieten. Der Hintergrund war ein Streit zwischen den jeweiligen Gründern Götz Werner von dm und Götz Rehn von Alnatura. Die juristische Auseinandersetzung zwischen den einstigen Partnern ging seinerzeit durch die Medien. Das Partnernetz von Alnatura umfasst heute 12 700 Filialen und spannt sich über 16 Länder.

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