Mit der richtigen Lagerung bleibt Saatgut auch in der kalten Jahreszeit keimfähig und bereit für den Frühling. Wie man die Samen sicher aufbewahrt, damit die nächste Ernte garantiert gelingt.
Auf den Packungen von Saatgut finden Hobbygärtner ein Haltbarkeitsdatum. Damit sich das Saatgut aber überhaupt so lange hält und seine Keimfähigkeit nicht verliert, muss es richtig gelagert werden. Alle Infos im Überblick.
Wie lange kann man Saatgut aufbewahren?
Saatgut kann nicht unbegrenzt gelagert werden, da sich nach einiger Zeit die Reservestoffe im Samen abbauen. Die Lagerungsdauer von Saatgut hängt von den Lagerungsbedingungen und der jeweiligen Samenart ab. Kurzlebige Samen können in der Regel etwa ein bis zwei Jahre gelagert werden. Dazu gehören beispielsweise Schnittlauch, Petersilie und Bohnenkraut. Drei Jahre sind eine mittlere Haltbarkeit, diese gilt für Karotten, Fenchel, Erbsen, Salate oder Zwiebelgewächse. Länger lagerfähig sind Gurkensamen, Kohlsamen, Samen der Rote Beete und Zucchini. Auch Tomatensamen oder Kürbissamen sind lange haltbar. Damit die Keimfähigkeit erhalten bleibt, ist die richtige Lagerung nötig.
Wie lagert man Saatgut richtig?
Ein wichtiges Kriterium ist die richtige Temperatur. Ideale Bedingungen herrschen bei zehn Grad Celsius oder niedrigeren Temperaturen. Unbeheizte Keller bieten sich als Lagerräume an. Ebenfalls essenziell ist eine trockene Umgebung, da feuchte Bedingungen die Bildung von Schimmel oder Pilzen fördert. Außerdem sollte das Saatgut dunkel gelagert werden, wer in durchsichtigen Gefäßen lagert, sollte diese in Papiertüten oder Kisten aufbewahren.
Das ideale Lagergefäß hat erheblichen Einfluss auf die Keimfähigkeit der Samen. Am besten eignen sich luftdichte Behälter. Hierfür kommen beispielsweise Einweck- oder Marmeladengläser in Frage. Die Behälter sollten mäusesicher sein.
Kann man Saatgut einfrieren?
Ja, Saatgut kann bei minus 18 Grad Celsius in der Tiefkühltruhe eingefroren werden. Unter diesen Bedingungen können Samen bis zu zehn oder sogar zwanzig Jahre keimfähig bleiben. Grundvoraussetzung ist jedoch, dass das Saatgut vorher getrocknet wird, um der Schädigung des Keimlings vorzubeugen.