Sänger aus Kreis Ludwigsburg So geht’s bei „Voice of Germany“ weiter

Für Mazen Mohsen hat sich jetzt schon viel  verändert. Foto: @SAT.1/ProSieben/Claudius Pflug 6 Bilder
Für Mazen Mohsen hat sich jetzt schon viel verändert. Foto: @SAT.1/ProSieben/Claudius Pflug

Der Marbacher Mazen Mohsen und der Oberriexinger Simon Fetzer sind am Donnerstag auf Pro Sieben bei „The Voice of Germany“ zu sehen. Die Zeit bei den Aufnahmen beschreiben beide als etwas ganz Besonderes.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Marbach/Oberriexingen - Die Musik – sie ist für Mazen Mohsen und Simon Fetzer schon immer eine Herzensangelegenheit. Ein Instrument, mit dem sie sich und ihre Botschaften ausdrücken können. Gerade Letzteres ist für den 27-jährigen Mazen Mohsen besonders wichtig. Denn: Der Marbacher, der im Sommer 2015 mit dem Boot aus Syrien geflüchtet ist, will mit seiner Musik etwas verändern, er will Menschen zum nachdenken anregen. Deutlicher als bei seinem ersten Auftritt bei „The Voice of Germany“ hätte er dies nicht tun können. Mit dem deutschen Volkslied „Die Gedanken sind frei“ fesselte er nicht nur das Publikum, sondern auch die Jury. Vor allem auch, weil er eine Strophe auf arabisch sang. Aus einem ganz bestimmten Grund.

Lesen Sie aus unserem Plus-Angebot: Böblingerin bei The Voice

Mazen Mohsen überzeugte mit einem deutschen Volkslied

„Das Lied löst etwas in mir aus. Dort, wo ich war, konnte ich meine Meinung nicht sagen, aber hier kann ich das jetzt. Deshalb habe ich das Lied auch auf arabisch gesungen, damit alle die tolle Bedeutung hören können“, erklärte er der Jury – die hin und weg war. Vor allem Mark Forster war angetan, der sich bei den letzten Wörtern des Songs umdrehte und somit zum Coach des Marbachers avancierte. „So etwas habe ich hier ja noch nie gehört. Es hat mich mitgenommen und berührt. So wie du es gesungen hast, habe ich zugehört und gedacht: ,Ja Mann, die Gedanken sind frei und das sollen sie auch bleiben.‘ Man merkt, dass du etwas zu erzählen hast.“ Und das hat der Mann aus Syrien.

Der 27-Jährige hat 2020 einen Zivilcourage-Preis erhalten

Bei seiner Flucht sank sein Boot. Von der Küstenwache wurde er gerade noch aus dem Meer gerettet. Jetzt sagt der Mann, der im September 2020 einen Zivilcouragepreis bekommen hat, weil er im September 2019 am Ludwigsburger Bahnhof verhinderte, dass ein psychisch junger Mann sich und seine Mutter vor den Zug geworfen hat: „Mein Weg hat mich hierher geführt.“

Lesen Sie aus unserem Plus-Angebot: Couragierter Musiker aus Syrien beweist Mut

Sein Leben – es fühlt sich aktuell genau richtig an. Seit zwei Jahren ist Mohsen als selbstständiger Musiker unterwegs. Die Zeit bei „The Voice of Germany“ sei bislang einfach nur „unglaublich“ gewesen. Auch außerhalb der Aufnahmen: „Es hat sich sehr viel verändert dadurch in meinem Leben.“ Leute würden ihn inzwischen auf der Straße erkennen, Anfragen für Konzerte eintrudeln. Über die TV-Aufnahmen sagt er: „Das wird unvergessen bleiben. Die Arbeit mit den Stars war super und es war etwas ganz Besonderes, als Mark da so vor einem saß.“

Pre-Battle noch vor dem eigentlichen Battle

Im Landgut Stober in der Nähe von Berlin war Mazen Mohsen zusammen mit allen anderen 80 Talenten im September zum Trainingscamp. Und hier gab es gleich eine fette Überraschung: Die Coaches Sarah Connor, Nico Santos, Johannes Oerding und Mark Forster müssen in dieser Staffel schon vor den Battles aussortieren. Die Talente müssen in Dreiergruppen einen Song einstudieren und performen. Das schwächste Talent fliegt noch vor den Battles raus. Die beiden anderen dürfen dann auf der Bühne vor den Kameras auftreten, um den Sieger zu ermitteln. Welchen Song er bekam und ob er es in das Zweier-Battle schafft, will Mazen Mohsen im Vorfeld der Ausstrahlung nicht verraten. Ebenso wie Simon Fetzer aus Oberriexingen, der im Team Johannes Oerding um den Einzug in die nächste Runde kämpft.

Für Simon Fetzer haben sich schon mehrere Träume erfüllt

Aber auch der 52-Jährige sagt: „Die Zeit auf dem Landgut war einmalig. Alle dort um sich zu haben und an allen Ecken Musik zu hören, war eine tolle Erfahrung.“ Für ihn seien damit schon mehrere seiner Träume in Erfüllung gegangen. „Alleine schon in die Blinds zu kommen, dann gebuzzert zu werden und das auch noch vom Lieblingscoach – ich verarbeite es immer noch. Das ist fast wie ein Rausch.“ Ob dieser weitergeht bei den beiden aus dem Kreis Ludwigsburg – man darf gespannt sein.

Beide Talente sind am Donnerstag, 18. November, 20.15 Uhr auf Pro Sieben bei der dritten Runde von „The Voice of Germany“ zu sehen.




Unsere Empfehlung für Sie