Sängerin aus Herrenberg Kiara auf dem Straßenmusikfest mit Band unterwegs

Zusammen sind sie Beat32: Anas Kalpakidis, Kiara Huber, Leon Küting, David Simovski Foto: Bernd Epple

Die junge Sängerin Kiara Huber aus Herrenberg will am Wochenende beim Straßenmusikfest mit ihrer neuen Band Beat32 die Gäustadt rocken.

Eine beachtliche Anzahl von Preisen hat Kiara schon abgeräumt. Die mehrfache Preisträgerin des Deutschen Rock- & Pop-Preises wurde 2021 beim Songwriting-Wettbewerb „Songs“ der Popakademie BW für das Finale nominiert und stand erst jüngst im Finale von „Vocal Challenge Tuttlingen“, einer Musik-Show im TV-Format. Wenn man die junge Frau singen hört, kommt man schnell zur Überzeugung, dass das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht ist. Erstaunlich souverän, wie ein alter Hase, leitet sie zudem noch den Tübinger Soulchor, der aus rund 20 Mitgliedern besteht, die allesamt älter sind als ihre Chorleiterin. „Ich entlocke ihnen im Chor so viel ,Soul’ wie möglich!“, zwinkert Kiara und flicht in die aktuellen Hits mit souligem Touch ganz nebenbei und unterhaltsam noch eine Prise Stimmbildung mit ein. Gesangscoaching für Anfänger und Fortgeschrittene sowie die Arbeit an stimmlicher Ausdruckskraft und Weiterentwicklung sind für sie selbstverständliche Elemente einer ganzheitlichen Gesangspädagogik.

 

Ihre derzeitig große Liebe gehört aber ihrer neuen Band und da insbesondere dem Schlagzeuger Leon Küting, mit dem sie nicht nur musikalisch verbandelt ist. Der Sohn des Hildrizhausener Profi-Perkussionisten Klaus Küting bildet zusammen mit Anas Kalpakidis (Gitarre/Gesang), sowie David Simovski (Bass/Gitarre) die kraftvolle Basis für Kiaras ausdrucksvolle Stimme und ihr einfühlsames Klavierspiel. „Ich spiele Klavier seit meinem sechsten Lebensjahr. Dem will ich jetzt auch wieder mehr Raum geben, nachdem ich seit 2016 Gesangsunterricht habe und hier schon recht gut aufgestellt bin“, lässt die junge Musikerin wissen.

Die neu gegründete Beat32 kommt aus den Startlöchern

In der Herrenberger Wohnung der Hubers sitzen alle Bandmitglieder zusammen und betonen unisono, dass sie nicht nur musikalisch, sondern auch freundschaftlich eng miteinander verbunden sind. Die drei Männer, allesamt 20 Jahre alt, haben wie auch Kiara im Elternhaus musikalische Förderung erhalten; sei es durch musizierende Eltern oder durch entsprechende Unterrichtsangebote. Was sie eint, ist die Liebe zu rockig-poppigen oder auch zu jazzigen und Hip-Hop-Grooves. Wobei ihre Singer/Songwriter-Qualitäten ebenfalls nicht zu kurz kommen. Leon umschreibt es so: „Wir haben zwei Sänger und können eigentlich alles spielen, worauf wir Lust haben. Damit sind wir extrem gut aufgestellt. So sind zum Beispiel Marimba-Balladen mit Frauenstimme schon ein Alleinstellungsmerkmal. Und dann auch mal ein Rap/Gesangs-Mix von Kiara und Anas vorgetragen; das macht unsere Vielseitigkeit aus“.

Die musikalischen Vorbilder reichen von Ed Sheeran über Michael Jackson, Bon Jovi, Queen, Adele bis hin zu Eminem. Bislang covern die Vier ihre Lieblingsmusik, allerdings mit eigenen Arrangements. Künftig will man sich mehr auf Eigenkompositionen besinnen. Eine solche, von Anas mitgebracht, ergab schließlich auch den Namen der Band. 32 Takte lang war das Thema des Songs, der dann in Probenarbeiten sukzessive gekürzt wurde. Die 32 blieb jedoch in den Köpfen, die sich bei der Namensfindung gemeinsam Beat32 ausdachten.

Geldmachen und Karriere sind keinesfalls das erklärte Ziel der vier Freunde. „Dranbleiben“ heißt es für David dennoch. Er ist gerade bei der Polizei in Ausbildung, Leon studiert Sportwissenschaften und für die beiden anderen geht es in Richtung Medien und Design. Wenn als Produzent bereits Oliver Palotai im Boot sitzt, ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese jungen Talente noch auf ganz andere Gedanken kommen. Schließlich blieb es beim Dozenten der Sindelfinger Musikschule auch nicht nur beim gelegentlichen Musizieren. Als Mitglied der international renommierten Symphonic-Power-Metal-Band Kamelot kam dieser schon in der ganzen Welt herum.

Die Welt steht auch Beat32 offen, wenn zunächst auch nur auf die Herrenberger Innenstadt begrenzt. Dort wird die Formation am kommenden Samstag zwischen 15 und 16 Uhr, sowie zwischen 16.15 und 17.15 als Trio zu erleben sein; bereits eine Woche darauf beim Stadtfest ab 19 Uhr dann mit kompletter Besetzung.

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