Saison 2019/20 auch im Palast Thomas Zehetmair ist neuer Chefdirigent des SKO

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Ab Herbst hat das Stuttgarter Kammerorchester nicht nur einen neuen Chefdirigenten, es lädt sein Publikum auch an neue Ort und zu neuen Formaten ein.

Thomas Zehetmair hat den Stab beim Stuttgarter Kammerorchester übernommen. Foto: dpa
Thomas Zehetmair hat den Stab beim Stuttgarter Kammerorchester übernommen. Foto: dpa

In der neuen Saison 2019/20 wird sich beim Stuttgarter Kammerorchester (SKO) einiges ändern. Ganz sicher nicht beim exzellenten Klang, bei den ausgezeichneten Bildungsprojekten oder bei der Neugier auf Neues. Aber genau das ist das richtige Stichwort: Von Herbst an übernimmt nämlich der renommierte Violinist und Dirigent Thomas Zehetmair das Chefdirigentenpult. Und das Kammerorchester wird an einem neuen Konzertort zu erleben sein: im Foyer des Stadtpalais. Dort kann das Publikum bei den „Sternstunden“ um die Musiker herum Platz nehmen und lauschen. Außerdem gibt es Plätze auf den Galerien. Ideal ist diese Umgebung auch für zwanglose Begegnungen zwischen den Künstlern und dem Publikum, für die nach den etwa einstündigen Konzerten bewusst Raum gelassen wird.

Zum Auftakt kommt das Kathrin Pechloff Trio

Den Auftakt macht das Orchester am 22. September zusammen mit dem Kathrin Pechloff Trio in der Besetzung Harfe, Saxofon und Kontrabass und Werken von Richard Strauss und Beethoven. Die Leitung hat Thomas Zehetmair. Spannend verspricht auch die zweite Sternstunde mit den Local Heroes 2.0 zu werden. Hierzu hat das SKO John Kameel Farah (Cembalo-Improvisationen, Elektronik) und Hiro Kurosaki (Violine, Leitung) eingeladen. Weitere Konzerte gibt es nach dem Jahreswechsel mit dem Helge Lien Trio, dem Landesrabbiner Dr. Joel Berger und dem Ensemble Officium, das Madrigale von Carlo Gesualdo mitbringt.

Mit Thomas Zehetmair als neuem Chef­dirigenten hat sich das SKO einen ausgewiesenen Experten für die klassische Aufführungspraxis ins Boot geholt. Ein Höhepunkt wird daher auf jeden Fall das Eröffnungskonzert der Abo-Reihe am 29. September mit dem Titel „Kosmogonie“. Zehetmair ist dann als Solo-Violinist und als Orchesterleiter zu erleben. Auf dem Programm steht unter anderem Mozarts „Haffner-Serenade“ D-Dur (KV 250).

Zehetmair stellt das „Phänomen Mozart“ vor

Am 10. März stellt Zehetmair dann anhand von vier Kompositionen das „Phänomen Mozart“ vor. Und natürlich präsentiert er im Beethoven-Jahr 2020 etliches aus der Feder des großen Komponisten: vom Dreikönigs-Konzert „Beethoven!“ im Januar bis hin zu den „Götterfunken“ am 20. Juni. Bei diesem Konzert wird es zwei Uraufführungen geben, darunter eine Beethoven-Bearbeitung von Manuel Hidalgo.