Saisonstart beim VfB Stuttgart Viel Trubel vor dem ersten Tor

Von jül 

Am Sonntag spielt der VfB zum ersten Mal in dieser Saison. Die Fans wollen wie jedes Jahr vom Bahnhof zum Stadion ziehen und kommen an der neuen Flüchtlingsunterkunft in der Schleyerhalle vorbei. Die Polizei rechnet aber nicht mit Konflikten.

Auf dem Weg zum Stadion kommen die Fans an der provisorischen Flüchtlingsunterkunft vorbei. Die Polizei geht davon aus, dass es keine Konflikte gibt. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Auf dem Weg zum Stadion kommen die Fans an der provisorischen Flüchtlingsunterkunft vorbei. Die Polizei geht davon aus, dass es keine Konflikte gibt. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Der Ball in der Bundesliga rollt seit Freitag wieder. Für den VfB Stuttgart geht die Saison allerdings erst am Sonntag los, wenn um 17.30 Uhr in der Mercedes-Benz-Arena die letzte Begegnung des ersten Spieltags gegen den 1. FC Köln angepfiffen wird. Davor werden die Fans wie jedes Jahr vom Cannstatter Bahnhof über die Mercedesstraße in einer Fankarawane zum Stadion ziehen. Die Polizei rechnet mit etwa 5000 Fans, die auf dem Weg in die Arena auch an der Schleyerhalle vorbeikommen, in der am Samstag die ersten Flüchtlinge erwartet werden.

Die erste Begegnung der Saison gilt als Hochrisikospiel

Für die Polizei ist die Partie gegen Köln ein Hochrisikospiel, für das mehr Beamte als normal eingesetzt werden. Aber nicht wegen der Flüchtlinge, sondern „weil sich die Fans aus Stuttgart und Köln nicht so besonders grün sind“, wie Polizeisprecher Jens Lauer betont. Und weil es nach dem Schuss auf den Mannschaftsbus von Hertha BSC vor einigen Tagen in Bielefeld ein besonderes Begleitkonzept für den Bus der Kölner geben wird. Wegen der Flüchtlinge in der Schleyerhalle rechnet die Polizei dagegen nicht mit Störungen durch Stuttgarter Fans, die auch bisher nicht als ausländerfeindlich aufgefallen seien. Trotzdem wolle man vor der Halle Präsenz zeigen.

Der Fußballverein engagiert sich auch für Flüchtlinge

Auch der VfB Stuttgart betont, dass für ihn die Flüchtlingsunterbringung in der Schleyerhalle überhaupt kein Problem sei. Im Gegenteil: Pressesprecher Tobias Herwerth verweist darauf, dass der Bundesligist ja bereits Flüchtlinge aus dem Quartier auf dem ehemaligen Güterbahnhof zu Fußball-Übungsstunden eingeladen hat.

Besonders wird das Spiel auch für die erwarteten 57 000 Besucher. Die S-Bahn-Haltestelle am Stadion kann nicht angefahren werden, auch die Busse vom Cannstatter Bahnhof fallen wegen der Fan-Karawane weg. Lediglich die Stadtbahn U 11 fährt vom Hauptbahnhof zur Haltestelle Neckarpark. Da auch auf den Zufahrtsstraßen viele Baustellen sind, rät der VfB Autofahrern zur rechtzeitigen Anreise.

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