Sanierung an der Reuchlinstraße Das Café und der Künstlerbereich sollen eine Einheit werden

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Romy Range hat dem Bezirksbeirat die Pläne des Künstlerhauses im Westen präsentiert.

Fatima Hellberg, Hannelore Paflik-Huber und Romy Range vom Künstlerhaus West arbeiten an einem neuen Konzept. Foto: Archiv/ Sybille Neth
Fatima Hellberg, Hannelore Paflik-Huber und Romy Range vom Künstlerhaus West arbeiten an einem neuen Konzept. Foto: Archiv/ Sybille Neth

S-West - Die Verantwortlichen des Künstlerhauses im Stuttgarter Westen haben sich für eine Veränderung entschieden. Dazu haben sie vor knapp einem halben Jahr der Stadtteilkneipe Zadu gekündigt. „Wir wollen ein neues Café und dieses stärker einbinden“, sagte die Künstlerhaus-Geschäftsführerin Romy Range in der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats West. Zu versteckt war der Eingang in den Künstlerbereich, zu abgetrennt das Café vom Rest. Das soll sich nun nach den Umbauarbeiten ändern: „Wir wollen, dass beides eine Einheit wird, und damit auch die Besucherzahlen verbessern.“

Das Künstlerhaus soll ein Treffpunkt werden

Seit fast 40 Jahren gibt es das Künstlerhaus, hinter dem ein Verein steht. Ziel ist die Vermittlung von Bildender Kunst, Architektur und Design. Viele namhafte Kuratoren belebten das Haus, einige seien inzwischen international bekannte Künstler, sagte Range. Rechtzeitig zum 40-jährigen Bestehen im nächsten Jahr soll das neue Café mit einem neuen Pächter wieder eröffnen. Doch wohin soll es langfristig gehen? Das ermittle man derzeit mit einer Machbarkeitsstudie, sagte Range. „Es ist auf jeden Fall sehr, sehr viel Arbeit.“ Wichtig sei ihnen dabei, was im Westen gefragt sei unter Künstlern und Kreativen. Die noch stärkere Einbindung ins Quartier sei ein Schwerpunkt des neuen Konzeptes.

Das Café soll wieder das Herzstück des Künstlerhauses werden

Zuständig für den Umbau ist das Amt für Liegenschaften und Wohnen, das Konzept haben zwei Architekten aus London entworfen. Nur so viel kann die Geschäftsführerin schon sagen: Der Eingang ins Künstlerhaus soll zukünftig über das Café erfolgen. Das sei auch eine Rückführung zu dem, was mal gewesen sei: „Das Café war einst das Herzstück unseres Künstlerhauses.“ Durch die getrennten Eingänge sei dieser Charme ein wenig verloren gegangen. Mit einigen potenziellen Betreibern ist die Geschäftsführerin bereits im Gespräch. Aber: „Die Ansprüche sind sehr hoch.“

Das Künstlerhaus befindet sich im Gebäude einer ehemaligen Kofferfabrik und verfügt über insgesamt vier Stockwerke mit 600 Quadratmetern an Ausstellungsfläche. Es wird von der Stadt Stuttgart sowie weiteren privaten und öffentlichen Förderern finanziell unterstützt. Interessierte Künstler können sich dort tageweise einmieten.

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