Nach Beginn der Vorarbeiten der Esslinger Marktplatz-Sanierung gehen die Meinungen in der Stadt auseinander. Manchen sind die Projekte zu teuer, andere schwärmen schon von Dolce Vita.
Das Esslinger Stadtbild ist in diesen Tagen stark geprägt von Baustellen – auch der historische Marktplatz. Seit Anfang des Monats werden dort erste Schritte im Hinblick auf die Sanierung unternommen, die im kommenden Jahr stattfinden soll.
Die Vorarbeiten sollen laut der Stadt Mitte November fertig sein. Der Aufbau des Mittelalter- und Weihnachtsmarkts steht dann an. Bis dahin entfallen Parkplätze an der Nordseite des Marktplatzes. Wie kommt das alles bei Bürgerinnen und Bürgern der Stadt an?
Ärger über fehlende Parkplätze in Esslingen
In den Facebook- und Instagram-Kommentaren zu den Beiträgen unserer Zeitung zu diesem Thema erscheinen die Gemüter gemischt. Mehrere Leserinnen und Leser ärgern sich über das Wegfallen der Parkplätze. „Keine Parkplätze – keine Kunden. So einfach!“, schreibt ein Leser auf Facebook. Eine Leserin lobt zwar die Idee der Sanierung, möchte aber auch wissen: „Wenn es keine öffentlichen Parkplätze mehr dort gibt, wo in der Innenstadt wird dann zentral für Ersatz gesorgt?“
Andere blicken mit Sorge in die Zukunft. Eine Person teilt seine Befürchtungen auf Instagram: „Wird 12 Jahre dauern, das dreifache kosten und die Anwohner und Besucher werden in dieser Zeit ihr blaues Wunder erleben. Das Anwohnerparken wird noch teurer und die Steuern gehen rauf, weil der Brunnen und die Preiserhöhungen der Baufirmen finanziert werden müssen.“
Marktplatz-Sanierung: Frust und Optimismus
Die Kosten des Projekts sind einigen Leserinnen und Lesern ein Dorn im Auge. „Super, seit Wochen verkünden, es muss gespart werden, und dann wieder Millionen verbraten. So schön Wasserfontänen sind , aber wofür braucht ein Marktplatz Wasserfontänen?“, schreibt eine Leserin auf Facebook. Ein Anderer möchte wissen: „Wo kommt denn plötzlich das Geld dafür her?“
Es gibt aber auch Esslingerinnen und Esslinger, die optimistisch auf das Projekt blicken. „Freu mich drauf. Leider geht so was halt nicht mit einem Fingerschnippen, deswegen muss man erst mal die Baustelle ertragen, bis es dann toll wird“, schreibt eine Instagram-Nutzerin, und fügt hinzu: „Ich bin jedes Mal so irritiert, dass da Autos rumfahren dürfen.“ Die Neuerungen seien „längst überfällig“. Dieser Meinung sind auch andere: „Isch top“, schreibt eine Person, „mehr Dolce Vita in Esslingen! In Italien oder Frankreich hätte man die Parkplätze direkt an der Gastro längst entfernt oder verlagert.“