Sanierung von Böblinger Sportanlage geplant Kicken auf neuem Kunstrasen in der Bussardstraße

Der neue Kunstrasenplatz soll auch ein neues Entwässerungssystem bekommen. Foto: /Stefanie Schlecht

Der Sportanlage Bussardstraße in Böblingen steht eine Rundumerneuerung bevor. Die Sanierung könnte schon bald beginnen.

Böblingen: Anke Kumbier (ank)

Eine gute Nachricht für Sportbegeisterte: Die Sportanlage an der Bussardstraße in Böblingen soll im Jahr 2025 saniert werden. Sie liegt gegenüber des Schulzentrums Murkenbach und ist eine wichtige Anlaufstelle für Kinder aus dem benachbarten Wohngebiet Tannenberg. Die Anlage besteht aus einem Kunstrasenplatz mit Kunststoffbahn, einem Bolzplatz und einer Laufbahn aus Rindenmulch. Doch sie ist in die Jahre gekommen und die Stadtverwaltung sah teilweise die Grenzen der „Verkehrssicherheit“ erreicht. Sie war immer wieder für Ausbesserungsarbeiten gesperrt.

 

Das soll sich ändern. Die Stadtverwaltung will die Anlage von Grund auf wiederherstellen – inklusive Erneuerung des Kunstrasenplatzes. Die Anlage wurde vor 41 Jahren eingerichtet und im Jahr 2000 saniert. Damals erhielt sie den Kunstrasenplatz. Als übliche Lebensdauer für Kunstrasen nennt die Stadtverwaltung eine Spanne zwischen zwölf und 15 Jahren. Diese ist im Fall der Bussardstraße also schon um mehrere Jahre überschritten. Für den neuen Platz ist laut Stadtverwaltung ein „multifunktionaler“ Belag vorgesehen, der sich vor allem zum Fußballspielen, aber auch für andere Sportarten eigenen soll.

Brücke weg und neue Wegführung

Veränderungen des Angebots sind zwar nicht vorgesehen, das Aussehen der Anlage wird sich trotzdem leicht wandeln. So soll die Kunststofflaufbahn am Rand des Kunstrasenfelds blau statt rot werden und die Laufbahn aus Rindenmulch soll künftig nicht mehr den Bach überqueren.

Als Grund für die veränderte Wegführung nennt Martin Güthle, Umwelt- und Grünflächenamt, im Technischen Ausschuss eine altersschwache Brücke über den Gansseegraben. Sie müsste komplett ersetzt und an mögliche Hochwasserereignisse angepasst werden. Ein teures Unterfangen. Der Vorschlag der Stadtverwaltung: „Die Route stattdessen auf der anderen Bachseite weiterzuführen und die Brücke einzusparen“, sagte Güthle. Eine Idee, die die Zustimmung der Stadträte fand.

Vom Land gibt’s eine Förderung

Die Sanierung der Sportanlage beinhaltet nicht nur eine Erneuerung der Sportflächen, sondern auch Hochwasserschutzmaßnahmen. So soll der Bolzplatz zu einer Überflutungsfläche aufgerüstet werden. Außerdem sehen die Pläne eine Renaturierung des Gansseegrabens vor. Insgesamt geht die Stadtverwaltung von Kosten in Höhe von etwa vier Millionen Euro aus. Das Land Baden-Württemberg fördert den neuen Kunstrasen mit 100 000 Euro.

Vom Technischen Ausschuss erhielt die Verwaltung die volle Unterstützung. Das letzte Wort hat der Gemeinderat. Ab Frühjahr 2025 könnte dann der Umbau der Sportanlage beginnen. Das bedeutet auch, dass sie im kommenden Jahr voraussichtlich über längere Zeit nicht genutzt werden kann. Bleibt zu hoffen, dass sich die Erneuerung des Kunstrasenplatzes nicht wie bei der SV Böblingen am Silberweg um mehr als ein halbes Jahre verzögert. Aber auch hier gibt es gute Nachrichten: Nachdem die Fußballer ziemlich genau ein Jahr auf ihren Platz verzichten mussten, dürfen sie ihn dieser Tage wieder in Betrieb nehmen.

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