Die Halle der Ostertag-Ralschule in Leonberg: Die Mängelliste ist schier endlos. Foto: Simon Granville
Dass die Dreifeldhalle der Leonberger Ostertag-Realschule in keinem guten Zustand ist, ist lange bekannt: Jetzt soll die Entscheidung für die Sanierung fallen. Die wird nicht billig.
Sporthalle der Ostertag-Realschule: Ein separater Aufzug wird wohl kommen
Nun hat der Sozial- und Kultusausschuss der Stadt Leonberg einstimmig die Fortführung der bestehenden Planungen abgenickt. Damit steht einer Entscheidung für die sogenannte „Variante 2“, die unter anderem einen Aufzug enthält, nur noch wenig im Wege. Die endgültige Abstimmung über das Stand jetzt 7,1 Millionen Euro schwere Projekt soll am kommenden Dienstag im Gemeinderat fallen.
Das Rondell mit Wendeltreppe: derzeit der Haupteingang von außen zur Halle Foto: Simon Granville
All das will die Stadtverwaltung mit der Sanierung angehen. „Variante 2“ beinhaltet zudem einen neuen, barrierefreien Haupteingang. Das Rondell mit seiner Wendeltreppe wäre damit Geschichte. Es wird ein Aufzug im Eingangsbereich installiert, auch die Umkleide- und Sanitärbereiche wären barrierefrei. „Aufgrund des Prinzips der inklusiven Teilhabe“, wie die Stadtverwaltung schreibt, werde diese Variante von den Leonberger Schulen priorisiert. „Variante 2“ sei laut Stadt die „umfassendere Lösung“.
Blick auf die Ostertag-Realschule (rechts): Die Halle (links) muss dringend saniert werden. Foto: Simon Granville
Eine andere Möglichkeit, „Variante 1“, hätte einen barrierefreien Zugang per Aufzug lediglich zu den Öffnungszeiten der Haldenwang-Schule vorgesehen. Die Nutzung der Toilette für Menschen mit Behinderung wäre mit einem Rollstuhl nicht geeignet.
Aktuell ist eine Bauzeit von Frühjahr 2027 bis Ende November 2028 geplant. Dabei wird auch gleich die Fassade der Halle saniert. Die wäre zwar nicht zwingend notwendig gewesen, hätte allerdings in einiger Zeit ohnehin gedroht. Sie später und separat zu erneuern, hätte am Ende für Höhere Gesamtkosten gesorgt. Die 7,1 Millionen Euro beinhalten übrigens auch nicht die Kosten für Ausweichflächen und Interimslösungen während der Bauzeit.
Einst war die Kostenschätzung für das Projekt gerade einmal halb so hoch
Apropos Gesamtkosten: In einer Drucksache aus dem Dezember 2023 war in einer Grobschätzung noch von Kosten in Höhe von 3,6 Millionen Euro die Rede gewesen. Darauf wies in der Kurzen Ausschuss-Diskussion Stadtrat Frank Albrecht (SALZ) hin. OB Degode darauf: „Und genau deshalb müssen wir schneller werden.“